Die unbemerkte Gefahr: K.O.-Tropfen

Übergriffe durchgeführt mit K.O.-Tropfen passieren immer wieder. Besonders in der Karnevalszeit ist beim ausgelassenen Feiern Vorsicht geboten.

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K.O.-Tropfen sind ein Sammelbergriff für Substanzen, von denen schon wenige Tropen ausreichen, um ein potentielles Opfer in kurzer Zeit willenlos zumachen. Die Erinnerungen an nachfolgende Ereignisse werden regelrecht ausgelöschte. Die Wirkung ist mit einer Alkoholvergiftung vergleichbar. Bei einer Überdosis kann es zu Krampfanfällen kommen.

Habe ich K.O.-Tropfen bekommen?

Der Konsum von K.O.-Tropfen kann sich durch verschiedene Merkmale äußern:

  • Gedächtnisverlust/Erinnerungsstörungen
  • Dämmerzustand (wie in Watte)
  • Plötzliche, unerklärliche Zustandsänderung/ Wesensveränderungen wie z.B. plötzliche Aggressionen.
  • Übelkeit

Schnell reagieren

K.O.-Tropfen werden immer wieder mit Sexualdelikten in Verbindung gebracht, können aber auch „einfach nur so“ als schlechter Scherz zum Einsatz kommen. Es ist problematisch den tatsächlichen Einsatz von K.O.-Tropfen kriminalistisch zu erfassen, da sie nur bis zu 12 Stunden nach der Anwendung im Urin nachgewiesen werden können, im Blut sogar nur 6 Stunden. Die Polizei rät, einen Verdacht der Anwendung von K.O.-Tropfen möglichst schnell zur Anzeige zu bringen und sich einer medizinischen Untersuchung zu unterziehen, um Spuren zu sichern und ein mögliches Sexualdelikt auszuschließen.

Vorsichtig sein

Um gar nicht erst zum Opfer von K.O.-Tropfen zu werden, sollten Feiernde vor allem bei Partys in der Öffentlichkeit besonders gut auf ihre Getränke achten. Das gilt gerade jetzt in der Karnevalszeit. Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen, Gläser abdecken und keine Getränke von Fremden annehmend, rät die Polizei.

K.O.-Tropfen-Schutzarmbänder, wie sie die Drogeriemarktkette verkauft, seien unzuverlässig. Sie reagieren nur nur auf ganz bestimmte Substanzen. K.O.-Tropfen können aber unterschiedliche Zusammensetzungen haben, sagen die Experten.

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