DIY: Mund-Nasen-Masken

Etwas gegen Corona tun heißt momentan in erster Linie nichts tun. Also zu Hause bleiben und Kontakte vermeiden. Es gibt aber immer mehr Menschen, die etwas mehr tun wollen. Sie nähen Mund-Nasen-Masken. Im Internet finden sich unzählige Anleitungen und es gründen sich Gruppen, die eigene Mund-Nasen-Masken aus bunten Baumwoll-Stoffen nähen und an Pflegepersonal, Verkäufer und Privatleute verteilen. Die Nachfrage ist ungeheuer groß, industriell gefertigte Mundschutze sind nämlich vergriffen.

Wie effektiv ist eine selbstgenähte Mund-Nasen-Maske?

Die Experten sagen, eine selbst genähte Mund-Nasen-Maske ist besser als nichts! Diese schützt den Träger zwar nicht, aber sie kann das Risiko verringern, dass unsere Mitmenschen durch uns infiziert zu werden.

Aus diesem Grund hat auch der ambulante Pflegedienst "Söhnchen" in Gummersbach jetzt 150 selbst genähte Masken für seine Mitarbeiter bestellt, sagt Pflegedienstleiterin Leonie Heister. Die waschbaren Masken sind von einem neuen Netzwerk in Oberberg, wo über 20 Frauen privat schon über 1.500 Mund-Nasen-Masken genäht haben. Bis zu 15 Minuten brauchte eine geübte Näherin an der Maschine für EINE Maske! Deshalb wünscht sich Miriam aus dem Netzwerk auch, dass noch mehr Menschen mitmachen und Masken für sich und andere nähen. Wenn ihr mithelfen möchtet, dann könnt ich euch hier melden.

Aber nicht nur Privatpersonen nähen selbst. In Engelskirchen hat jetzt auch eine Textilfirma ihre Produktion von Mode auf Mund-Nasen-Masken umgestellt. Normalerweise beliefert die Strickerei "Kilian Konrad" Boutiquen in ganz Europa mit Damenmoden. Die werden aber momentan nicht verkauft. Deshalb hat sie sich vor zwei Wochen dann auf Mund-Nasen-Masken spezialisiert! Bisher hat die Strickerei 2000 Masken produziert und die Nachfrage reißt nicht ab!

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DIY Mund-Nasen-Maske: Worauf muss man achten?

Für den Mund - Nasen- Schutz sollte unbedingt Baumwollstoff verwendet werden, der bei 60 Grad gewaschen werden kann. Dann muss die Maske auch richtig gut sitzen, am besten wird sie festgebunden und nicht mit Gummibändern locker an den Ohren fixiert. Sonst könnten sich die Keime beim Husten trotzdem in unserer Umgebung verteilen. Wenn ihr es jetzt mal selbst versuchen wollt, ladet euch einfach die unten stehende Anleitung der Feuerwehr Essen runter und legt los!