Drei Monate nach Flutkatastrophe: Längst keine Normalität

Drei Monate nach dem Hochwasser warten noch Menschen auf Handwerker, trocknen ihre Keller und Läden öffnen vielleicht nie wieder.

Starkregen Rösrath

Am 14. Juli hat das große Hochwasser auch das Bergische in einen Schock-Zustand versetzt. Rinnsale wurden reißende Flüsse. Grundstücke, Straßen und Häuser standen unter Wasser. Noch heute kämpfen Hausbesitzer u.a. in Rösrath-Hoffnungsthal mit den Folgen, warten auf ausgebuchte Handwerker. Teils müssen noch immer die Trockengeräte laufen.

In Leichlingen stehen Erdgeschosse in weiten Teilen der Innenstadt nahe der Wupper leer - und keiner weiß wie lange noch. Mit den meisten Geschäftsschließungen rechnet Rösraths Bürgermeisterin Bondina Schulze - insbesondere in Hoffnungsthal. Im stark betroffenen Zentrum von Rösrath-Hoffnungsthal stehen noch viele Erdgeschosse an der Hauptstraße im Rohbau-Zustand leer und werden getrocknet.

Schulze setzt sich dafür ein, natürliche Flächen entlang des Wassers zu schaffen, die künftig Hochwasser vermeiden, sogenannte Retentionsräume, also Flächen, die bei Hochwasser überschwemmt werden und den Flüssen den nötigen Raum zum Ausufern geben. 

Der Rat muss den Flächennutzungsplan für den Sülzbogen in Hoffnungsthal entsprechend ändern. 

Lage in anderen Teilen des Bergischen entspannter

Auch in Leichlingen laufen Planungen für den Hochwasserschutz. Auch hier dauern die Arbeiten u.a. im Zentrum noch an. Hier gibt es allerdings große Unterschiede. Links der Wupper sind in einigen Teilen Läden schon länger wieder auf, rechts der Wupper geht in großen Teilen noch gar nichts.

In Hückeswagen und Wipperfürth, Gummersbach, Engelskirchen und Overath hat sich die Lage dagegen etwas deutlicher entspannt. 

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