
Ein Monat nach dem Hochwasser im Bergischen
Vollgelaufene Keller, überspülte Straßen, Flüsse und Bäche, die zu großen Fluten werden: vor genau einem Monat hat der Starkregen im Bergischen für Chaos gesorgt. Die Aufräumarbeiten haben Wochen gedauert und es wird noch sehr lange dauern, bis alle Schäden des Hochwassers beseitigt sind.
Veröffentlicht: Freitag, 13.08.2021 04:34
Neben Radevormwald, Hückeswagen, Wipperfürth und Rösrath hatte es vor allem Leichlingen schwer getroffen. Dominik Brandenburg arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr Leichlingen und war am 14. und 15. Juli als Gruppenführer im Einsatz. Für ihn war es rückblickend der heftigste Einsatz bisher in seiner Feuerwehrkarriere:
Das, was da so ganz anders war, als man das sonst kannte, war die Brisanz der Einsätze. Normalerweise, wenn es viel regnet, dann fahren wir raus und müssen eine ganze Menge Keller leer pumpen und dann hat sich das meistens. Und dieses Mal ging es wirklich darum, reihenweise Menschenleben zu retten, weil wirklich Leute drohten zu ertrinken. Sie waren eingesperrt und mussten teilweise mit Booten oder mit Strömungsrettern aus dem Wasser gerettet werden.
Zwei Menschen sind bei dem Hochwasser ums Leben gekommen: ein Mann in Rösrath war in seinem Keller ertrunken. In Leichlingen war ein Mann bei einem Hausbrand ums Leben gekommen. Durch das Hochwasser hatte die Feuerwehr erhebliche Schwierigkeiten beim Löschen, es musste auch ein Hubschrauber helfen.