
Neulich auf einem Campingplatz am Stadtrand von Bergisch Gladbach: Die liebe Verwandtschaft machte dort einen Zwischenstopp auf dem Weg von Süddeutschland nach Holland und ich war gemeinsam mit meiner Tochter und Enkeltochter zur Stippvisite. Der Wohnwagen stand direkt am Zaun, dahinter eine Wendeschleife und ein kleiner Parkplatz. In ein Auto hinein gebeugt zeigte sich uns eine sehr ansehnliche und erfreuliche Rückenpartie, um es mal so zu sagen. Als der Rest des Mannes sichtbar wurde, verschlug es mir nur kurz die Sprache vor Überraschung, denn dann hörte ich mich schon sagen: „Henning, du Traum meiner schlaflosen Nächte, was machst du denn hier?“ Nennt es eine glückliche Fügung, aber irgendeine gute Fee hatte uns den Schauspieler Henning Baum auf dem Präsentierteller serviert. Und Henning erwies sich auch noch als überaus Fan-affin, freundlich und zugänglich. „Der letzte Bulle“ hatte nämlich nichts Besseres zu tun, als sofort zu uns rüber zu kommen - jenseits des trennenden Zaunes - um den Innenraum des Wohnwagens zu inspizieren und ein wenig mit uns zu plaudern. Wir waren baff und natürlich vor Stolz auch etwas aus dem Häuschen, äh Wohnwagen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Promis war Henning völlig locker, unprätentiös und hatte null Starallüren. Wir waren mehr als erstaunt und natürlich erfreut, haben selbstverständlich auch ein paar Beweisfotos mit ihm gemacht – ist ja klar.
Seitdem ich das ein paar Tage später in der Redaktion erzählt und die Fotos gezeigt habe, ist mir der Neid der weiblichen Redaktionsmitglieder sicher und es flammt gelegentlich immer noch als Gesprächsthema auf.