
Engelskirchen: Zoll-Durchsuchung bei Wirtschaftskriminellen
Dem Hauptzollamt Dortmund ist am Mittwoch ein Schlag gegen eine bundesweit agierende Gruppe von Wirtschafts-Kriminellen gelungen. Dabei hat es auch in Engelskirchen Durchsuchungen gegeben. Die Gruppe soll in ganz Deutschland im Glasfaserausbau tätig gewesen sein – ihr wird unter anderem das Einschleusen von Ausländern, Steuerhinterziehung und das Veruntreuen von Lohn vorgeworfen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 30.10.2024 13:11
Nach Angaben des Zolls und der zuständigen Staatsanwaltschaft Siegen sind 24 Objekte in insgesamt 14 Kommunen in NRW, Hessen und Bremen durchsucht worden. Dabei hat es sich um Wohnungen der Beschuldigten aber auch Firmen und die Räumlichkeiten der jeweiligen Steuer-Berater gehandelt. Es wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Um möglicherweise schmutziges Vermögen zu sichern haben die Beamten außerdem Autos und Bargeld beschlagnahmt und Konten gepfändet.
Vereinfacht gesagt soll die Gruppe über ein komplexes Firmen-Geflecht Schwarzarbeit verschleiert haben. Stand jetzt wird der dadurch entstandene Schaden in Sachen Sozialversicherung auf über 4,4 Millionen Euro geschätzt. Außerdem sollen die Täter viele Ausländer ohne Visum ins Land geholt und illegal auf Baustellen eingesetzt haben. An dem Einsatz heute waren 180 Kräfte von Zoll und Polizei beteiligt.