Erfindung aus Gummersbach

Jordan Scholzen hat als Student am Campus Gummersbach der TH Köln ein Programm erfunden, das preiswürdig war und komponieren kann.

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Jordan Scholzen aus Scheuren in der Eifel hat den ersten Platz gemacht beim Opitz-Innovationspreis der Opitz Consulting Deutschland GmbH und 2000 Euro Preisgeld bekommen. Er hatte sich in seiner Bachelor-Arbeit in Gummersbach mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Kompositionslehre beschäftigt: Kann ein Programm helfen, die vielbeschäftigten Professoren zu entlasten?

Es kann.

Jordan hat das Wissen des Komponisten Johann Joseph Fux, der bis 1741 gelebt hat, in die KI programmiert. Sie hat also die Fux'schen Kompositionsregeln gelernt. Musikstudierende, vor allem Erstsemester, können ihre Kompositionen ins Programm eingeben und sie "von Fux" überprüfen lassen, wenn der echte Prof keine Zeit hat. Der 29jährige Klavierspieler hat es geschafft, dass die KI die meisten Regeln von Fux verarbeiten kann.

Sein Betreuer, Prof. Dr. Wolfgang Konen, lobt die einhundertseitige Ausarbeitung für die „herausragend selbständige Erarbeitung der Lösungen auf hohem wissenschaftlichem Niveau“. Umgekehrt betont Jordan: "Konen ist ein Top-Ansprechpartner, wenn man in dem Bereich arbeiten will, er hat ich super begleitet!"

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Jordan ist inzwischen im Beruf und glaubt nicht, dass er weiter an dem Programm arbeiten wird - es sei denn, es findet sich doch noch ein Professor, der sich die Zeit nimmt, die KI mit seinem Wissen zu füttern, was sehr zeitaufwendig wäre, sagt Jordan.

"Wer da irgendwo einer ist, der das gerne mal benutzen würde - gerne mal melden!", sagt Jordan. Das Programm ist hier zu finden.

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