
Die kurze Antwort: besser als in den Vorjahren. Kinderarzt Björn Hoffmann, Obmann der Oberbergischen Kinderärzte, berichtet von einer moderaten Auslastung im Oberbergischen und nennt einen überraschenden Grund: die vor zwei Jahren eingeführte Immunisierung gegen RS-Viren hat den Ansturm auf die Praxen spürbar gedämpft. Bronchitiden bei Säuglingen und Kleinkindern, die früher regelmäßig für Ausnahmezustände gesorgt haben, sind deutlich seltener geworden.
Auch sonst sei die Lage stabil: Es gibt weder Aufnahme-Stopps, noch sind Praxis-Schließungen in Sicht.
Eine dringende Bitte haben die Oberbergischen Kinderärzte aber dennoch: der Notdienst am Kreiskrankenhaus Gummersbach soll nur für echte Notfälle genutzt werden. Denn wer mit nicht-akuten Beschwerden dort aufschlägt, verzögert die Versorgung der wirklich kranken Kinder. Wer seit Wochen Bauchschmerzen hat oder eine Warze unterm Fuß, kann in der Regel bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten, so Hoffmann.