
Erkältungswelle rollt durchs Bergische
Eine laufende Nase, ein Kratzen im Hals und Gliederschmerzen - die Erkältungswelle hat mittlerweile auch das Bergische fest im Griff. Nach Zahlen des RKI sind im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis aktuell 46.000 Menschen an Atemwegsinfekten erkrankt - jeder Zehnte davon an Corona.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.11.2023 05:34
Zu spüren bekommt das zum Beispiel auch Hausarzt Payam Ardjomand in seiner Praxis in Bergisch Gladbach:
Aktuell haben wir viele PatientInnen, die eine Atemwegserkrankung haben. Auch wir in der Praxis sind personell selber Betroffen. Die PatientInnen kommen kaum telefonisch durch und müssen dann eine Mail schreiben. Wir haben eine Infektionssprechstunde. Wie viele Krankmeldungen ich im Moment ausstellen muss, das ist unglaublich.
Auffällig ist, dass die Erkältungswelle uns dieses Jahr deutlich früher trifft, als in den vergangenen Jahren... Allerdings heißen Abgeschlagenheit und Halskratzen nicht gleich, dass man zum Arzt rennen muss. "Husten dauert im Schnitt 20 Tage und kann lästig sein - hier reichen aber Hausmittel und frei verkäufliche Grippemedikamente. Es muss nicht jedes mal ein Arzt aufgesucht werden, so der Oberbergische Hausärtzeverband.
Die meisten Erkältungskrankheiten bedürfen außer Nasenspray und ggf. fiebersenkenden Mitteln ja lediglich eine große Tasse Liebe und einige Tage Ruhe.
Das sagt Kinderarzt Dr. Björn Hoffmann aus Hückeswagwen. Vor allem Ruhe zu bewahren sei jetzt wichtig, denn die Lage sei nicht besorgniserregend, sondern wie jeden Winter.