Erster Prozesstag: Ex-Fc Spieler vor Gericht

Vor dem Kölner Landgericht hat am Morgen der Strafprozess gegen zwei ehemalige Spieler des 1.FC Köln begonnen. Die Anklage wirft den früheren Nachwuchsspielern u.a. ein verbotenes Rennen mit Todesfolge vor. Bei über Tempo 200 kollidierten die PS-starken Autos laut Staatsanwaltschaft, eine Frau und ihre erwachsene Tochter starben.

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„Ich bin tief bewegt, spüre große Verzweiflung und empfinde tiefe Schuld, die ich nie mehr loswerde“. Das las ein Verteidiger im Namen seines Mandanten gleich zu Beginn vor. Sein Mandant wischte sich Tränen aus den Augen. Im vollbesetzten Gerichtssaal war das erste Mal ein leises Aufstöhnen zu hören. Denn im Zuschauerbereich saßen auch der Vater und der beste Freund der getöteten Studentin. Beide sagten, sie seien sehr angespannt, sehen das Verfahren aber auch als Chance, mit der Tragödie abzuschließen oder zumindest besser zu verarbeiten. Im Kern geht es um die Frage, ob es wirklich ein verbotenes Rennen war, oder sogar Vorsatz zu erkennen ist. Beide Angeklagten bestreiten, dass es ein Rennen war. Sie haben sich teils gegenseitig beschuldigt, den fatalen Fehler gemacht zu haben. Was aber auch deutlich geworden ist: Tempo 250, laute Musik, Snap Videos aus dem Wagen, schnelle Spurwechsel. All das gehörte für die beiden damals 20 Jahre alten Männer eher zum Alltag. Es wurden Videos gezeigt, die von Beifahrern gemacht wurden. Auch vom Unfall. Die Staatsanwaltschaft hat heute nochmal deutlich gemacht, für sie ist das ein Rennen gewesen.