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Erzbistum Köln: Gutachten zum Umgang mit Missbrauch
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Erzbistum Köln: Gutachten zum Umgang mit Missbrauch

Ein System der Nichtzuständigkeit und Verantwortungslosigkeit, systembedingte Vertuschung und zahlreiche Pflichtverletzungen bis hin auf die Ebene der Erzbischöfe. In Köln wurde Donnerstagvormittag das neue Gutachten zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln vorgestellt. Pflichtverletzungen des Kölner Erzbischofs Woelki seien nicht nachgewiesen worden, sagten die Gutachter.

Veröffentlicht: Donnerstag, 18.03.2021 13:03

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Dafür aber Verstöße beim Hamburger Erzbischof Heße sowie den verstorbenen Kölner Erzbischöfen von Köln Meisner und Höffner. Insgesamt werden 8 lebende oder verstorbene Mitglieder der aktuellen und früheren Spitze des Erzbistum genannt, weil ihnen eindeutig Verstöße etwa gegen die Aufklärungsquote- und Meldepflicht oder der Opferfürsorge nachgewiesen worden sein.

Zwei Domkapitulare hat der Kölner Erzbischof noch während der PK von ihren Dienstpflichten suspendiert. Das Gutachten spricht insgesamt von 202 Beschuldigten und 314 Betroffenen, also Opfer. Mehr als die Hälfte davon seien Kinder unter 14. 

Kardinal Woelki hat zwei Mitarbeiter bereits vorläufig von ihren Dienstpflichten entbunden – es geht um den Weihbischof Schwaderlapp und den Offizial Assenmacher. Die meisten Pflichtverletzungen sind beim verstorbenen Kardinal Joachim Meisner festgestellt worden.

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