Erziehen ohne schimpfen

Morgens 7:30 Uhr: Eure Kinder trödeln, ziehen sich die Schuhe nicht an, wollen nicht Zähneputzen und ihr schaut im Minutentakt auf die Uhr und denkt nur, wir werden zu spät kommen. Stress pur und dann wird es auch schon mal laut: Mama und Papa lassen einen Brüll ab und treiben die Kinder an.

Aber: Es geht auch anders...

...sagt Familiencoach und Buchautorin Nicola Schmidt. Ihr neues Buch heißt: Erziehen ohne schimpfen.

Das kann jeder lernen, wir müssen nur anfangen. Wir brauchen neue Gewohnheiten und müssen neue Spuren im Gehirn ziehen, damit alte Bahnen aufgelöst werden können. Es gibt Alternativen zum Schimpfen, zum Beispiel einfach mal loslassen. Stellt euch die Frage ob es wirklich gerade Lebensnotwendig ist, dass die Kinder die Zähne putzen oder die Haare kämmen. Lasst ruhig mal eine Fünf gerade sein. Stichwort: mehr Gelassenheit. Die kann keinem von uns Schaden.

Punkt zwei: Nicht aus dem Nebenraum den Kindern zurufen, was wir wollen, sondern in direkten Kontakt zum Kind gehen, dazu gehört Augenkontakt, vielleicht in die Hocke gehen, direkte Ansprache. Auch wichtig: Ich-Botschaften, nicht nebenbei noch was anderes machen, sondern dem Kind deutlich zeigen ich bin jetzt bei dir und hätte gerne, dass du Dir zum Beispiel die Zähne putzt. Helfen kann auch die Frage: Was brauchst du jetzt gerade, damit du dir ordentlich die Zähne putzt.


Punkt drei: Erstmal einen Schritt zurück. Vielleicht setzt Du Dich auf den Boden, spürst die Verbundenheit mit dem Boden und dann Atmen. Einfach bewusst atmen. Das kann mit ein wenig Übung wirklich den Sprengstoff entschärfen, der da gerade im Inneren hochgehen will.

© Radio Berg
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