Exoten im Bergischen - Wasserbüffel in Radevormwald

Sie sind echte Hingucker! Wenn sie mit hoch erhobenem Kopf und ihren mächtigen Hörnern über die Wiesen jagen, dann hat das schon was von Wildnis. Und doch sind wir mitten im Bergischen. Carsten Spieker hält in Radevormwald-Saalberg eine Herde mit 15 Wasserbüffeln. Das sind nicht die einzigen Exoten hier im Bergischen. In Wermelskirchen gibt es zum Beispiel Strauße oder auch Bisons, und in Wipperfürth grasen japanische Rinder.

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Aber was machen diese Exoten denn hier bei uns im Bergischen? Sie pflegen entweder die Landschaft oder liefern halt besonderes Fleisch Die Bisons und Strauße aus Wermelskirchen werden rein als Fleischlieferanten gezüchtet. Wasserbüffel hingegen können beides. Weil sie kein Problem damit haben, im Nassen zu stehen, werden sie gerne auf feuchten bergischen Wiesen eingesetzt. Aber: sie schmecken auch gut. Deshalb züchtet Carsten Spieker sie in Radevormwald: 

Also das Fleisch ist dunkler, allein schon von der Farbe her. Und hat es einen ganz eigenen Geschmack! Vorteil ist: Wenn man einen Kilo braten oder in die Pfanne tut, dann holt man am Ende auch wieder ein Kilogramm raus!


Einfach nette Tiere

Ein weiterer Pluspunkte: Die Wasserbüffel sind ausgesprochen pflegeleicht und robust. Das sind die konventionellen Fleischrinder nicht unbedingt. Und Wasserbüffel sind einfach nette Tiere: Neugierig, verschmust und gelehrig. Und das bei bis zu 1000 Kilo Lebendgewicht. Carstens Frau bringt der Büffelkuh Ellie zur Zeit bei, sich reiten zu lassen, und Zuchtbulle Bulli war tatsächlich mal beim Zirkus. Kunststücke führt er immer noch gerne vor : 


Im Sommer, da haben wir so große 200 Kilo Lecksteine hier am Hof, da meint er, er müsste sich da mit den Vorderbeinen dranstellen und posieren. Er versteckt sich auf gerne in den Heuhaufen die auf der Wiese rumstehen. Er klettert einfach gerne.


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