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Fast heulend vorm Mikrofon
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Fast heulend vorm Mikrofon

Es gibt Momente, in denen würden wir gerne einfach losheulen. Am Mikrofon sollten wir uns da aber zusammenreißen. Auch dann, wenn uns schon sehr nach Heulen zumute ist. Eine harte Prüfung für Moderatorin Nicole Schmitz.

Veröffentlicht: Mittwoch, 31.07.2019 06:21

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Wir sind ja im Radio angehalten, unsere persönlichen Gefühle im Zaum zu halten. Eine heulende Moderatorin am Mikro? Möchte keiner hören. Und trotzdem wäre mir genau das gerade fast passiert.

Radio Berg hat in einer Sondersendung live vom alles entscheidenden Spiel unseres VfL Gummersbach im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga berichtet. Gewinnt der VfL in Bietigheim, ist die 1. Liga gesichert – verliert der VfL, dann steigt er ab. Ich war als Moderatorin im Studio, unser VfL-Experte Dirk Hartmann in Bietigheim. Und dieses Abstiegsgespenst, das ja seit Wochen schon durch Gummersbach geisterte, spukte jetzt auch in meinem Kopf herum. Was, wenn der VfL tatsächlich absteigt – live on Air, während ich am Mikro sitze? Wenn Kollege Hartmann von weinenden Gummersbacher Spielern und Fans berichtet?! Mist, dann muss ich auch heulen! Garantiert!

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Tränen nach dem Abstieg

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Ich habe in meiner Zeit beim Radio schon viele Situationen erlebt. Die Technik spielte plötzlich verrückt oder mir ging von jetzt auf gleich die Stimme weg. Ich hatte auch schon mal einen Lachkrampf mitten in den Nachrichten. Aber geheult hatte ich live am Mikro bisher noch nicht.

Es kam, wie es kommen musste: Unser VfL hat gekämpft – aber ein Unentschieden hat am Ende nicht gereicht: Der VfL Gummersbach ist in Bietigheim abgestiegen. Radio Berg war die ganze Zeit live für Euch dabei. Dirk Hartmann, inzwischen fast heiser, konnte es selbst nicht fassen. Er berichtete von am Boden zerstörten Spielern und von fassungslosen Fans – und Ja, es liefen in Bietigheim auch Tränen.

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Tränen- und wortlos durch die Sendung

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Und ich im Studio? Ich habe mich konzentriert: auf Dirk, auf die Technik, auf die Umschaltzeit. So kamen keine Tränen, aber auch keine Worte mehr. Gerettet hat mich am Ende ein Musiktitel, den ich einfach gestartet habe. Manchmal bedarf es selbst im Radio keiner Worte!

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