
Festkomitee Kölner Karneval: Saalveranstaltungen abgesagt
„Es wird in dieser Session keinen Sitzungskarneval, wie wir ihn kennen, geben können.“ Das sagt Kölns Karnevalspräsident Kuckelkorn. Darum hat das Festkomitee Kölner Karneval am Montag alle von ihm veranstalteten Saalveranstaltungen abgesagt.
Veröffentlicht: Montag, 20.12.2021 15:52
Konkret meint das zum einen die Proklamation des Kölner Dreigestirns und des Kinderdreigestirns aber auch alle Fernseh- und Hörfunk-Sitzungen. Stattdessen wird nun an Alternativen gearbeitet, wie es sie schon in der letzten Session gegeben hat. Auch aus dem Bergischen gibt es heute eine weitere Absage: Die Karnevalsfreunde Odenthal haben sowohl die große Prunksitzung als auch die Kostümparty am Karnevalssamstag abgesagt. Hier hofft man, dass zumindest kleinere Veranstaltungen draußen möglich sein werden.
Außerdem haben sich die Präsidenten von insgesamt 14 Regionalverbänden mit einem Schreiben an die NRW-Landesregierung gewandt. Darin fordern sie in behördliches Verbot der Karnevalssession durch die Landesregierung. Dazu gehört auch der Rheinisch-Bergische Verband. In der Liste fehlen allerdings die „großen Namen“: weder der Kölner Verband noch die Verbände aus Bonn und Düsseldorf gehören dazu. In ihrem Schreiben machen die Präsidenten deutlich, dass sie eine klare Haltung der Politik fordern. Sie habe die Karnevalisten unter enormen moralischen Druck gesetzt, ihre Sitzungen freiwillig abzusagen. Die Vereine müssten aber geschützt werden und dürften die Verantwortung nicht alleine tragen. Auch das Finanzielle spiele dabei eine Rolle. Ähnliche Bedenken kommen auch von einigen kölschen Bands: Sie bezweifeln, dass die Gelder aus dem ausgerufenen Sonderfonds ausreichen um die Kosten zu decken.