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Feuerwehren rüsten sich für Sturmtief - einige Schulen geschlossen
© Deutscher Wetterdienst
In Nordrhein-Westfalen wird der Höhepunkt zwischen Sonntagabend (21h) und Montagmorgen (6h) erwartet
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Feuerwehren rüsten sich für Sturmtief - einige Schulen geschlossen

Sturmtief "Sabine" wird auch das Bergische am Sonntag erreichen. Noch ist unklar, mit welcher Wucht. Einige Schulen im Bergischen haben beschlossen, dass am Montag der Unterricht ausfällt. So fallen zum Beispiel in Radevormwald und Wermelskirchen alle Schulen aus.

Veröffentlicht: Freitag, 07.02.2020 15:45

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Eltern dürfen entscheiden

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Kinder und Jugendliche müssen am Montag nicht in die Schule, meldet das NRW-Schulministerium.


"Bei extremen Witterungsverhältnissen entscheiden die Eltern selbst, ob der Weg zur Schule zumutbar ist, und informieren die Schule unverzüglich darüber, dass ihr Kind am betreffenden Tag insofern am Unterricht nicht teilnehmen wird"


Mehrere Schulen melden, dass am Montag wegen Sabine kein Unterricht läuft. In Nümbrecht haben die Schulleitungen des Homburgischen Gymnasiums und der Sekundarschule Ruppichteroth entschieden, dass der Unterricht ausfällt. Das gilt jedoch nicht für Gemeinschaftsgrundschulen in Nümbrecht. Dort findet der Unterricht statt. In Radevormwald und Wermelskirchen bleiben zum Beispiel alle Schulen dicht.

Das NRW-Schulministerium weist darauf hin, dass Eltern am Montag selbst entscheiden, ob der Schulweg sicher und zumutbar ist. Bei extremer Wetterlage können die Eltern morgens entscheiden, ihr Kind nicht in die Schule zu schicken und die Schule umgehend darüber informieren.

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Feuerwehren im Bergischen bereiten sich vor

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In beiden Kreisen werden die Hauptwachen der Feuerwehr an diesem Wochenende deutlich stärker besetzt sein als üblich. Man habe die aktuelle Lage stets im Blick und würde dann entsprechend reagieren, so die Leitstelle im Rheinisch Bergischen. Auch im Oberbergischen ist die Feuerwehr in erhöhter Alarmbereitschaft. Hier steht außerdem auch der städtische Bauhof zur Unterstützung bereit. Die Mitarbeiter des Bauhofs sollen die Feuerwehr unterstützen, wenn beispielsweise eine Straße gesperrt werden muss. Die Feuerwehr Oberberg warnt außerdem davor, jetzt am Wochenende in den Wald zu gehen. Bei orkanartigen Böen können abgestorbene Bäume abknicken wie Streichhölzer. 

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Höhepunkt zwischen Sonntagnachmittag und Montagmorgen

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Das Sturmfeld eines Orkantiefs vor der Küste Norwegens erfasst ab Sonntag ganz Deutschland mit Höhepunkt in der Nacht zum Montag, so Bernd Hussing vom DWD: 


"Wie stark das jetzt wird, ist noch ein bisschen unsicher. Mit mehr als 120 Stundenkilometern rechnet derzeit kein Modell"


Die verschiedenen Modelle seien sich noch nicht einig. Für die stärksten Böen werde derzeit mit den Windstärken 9 bis 12 gerechnet. Welche Region in NRW am stärksten betroffen sein werde, sei noch unklar. Zum Vergleich: Beim verheerenden Orkan Kyrill im Januar 2007 wurde die stärkste Böe in tiefen Lagen in Düsseldorf mit 145 Stundenkilometern registriert. 

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