
Flucht mit Tieren
Der Krieg in der Ukraine reißt Familien auseinander. Väter und große Brüder müssen bleiben, um das Land zu verteidigen, Mütter mit kleinen Kindern verlassen das Land. Oft sind auch Haustiere dabei, aber es ist oft ungewiss, ob sie überleben. Unterkünfte und Lebensmittel sind schon für die Menschen knapp. Tierschützer Tom aus Engelskirchen unterstützt eine Auffangstation für Flüchtende und Tiere an der ukrainischen Grenze.
Veröffentlicht: Freitag, 04.03.2022 13:34
Tom unterstützt schon länger eine Auffangstation für Hunde an der Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine mit Spenden. Dort kommen jetzt täglich viele Flüchtende mit Tieren an:
Das ist so ähnlich wie wenn man einen Verwandten zurücklassen würde. Die Tiere sind Mitglieder der Familie, denen bricht das Herz, wenn sie die zurücklassen würden. Und so werden sie jetzt dort zusammen aufgefangen.
Es sind Hunde und Katzen, aber auch Vögel, Meerschweinchen und Kaninchen. Viele von ihnen sind ausgehungert und verletzt. Die rumänischen Tierschützer versuchen den Tieren so gut wie möglich zu helfen, dann vermitteln sie Mensch und Tier zusammen weiter, erzählt Tom:
Es geht nicht darum, dass die Familien getrennt werden von den Tieren, keinesfalls. Die sollen zusammen bleiben, es geht nur um die Versorgung. In erster Linie geht es natürlich um die Menschen, die versorgt werden müssen, aber die Tiere gehören einfach mit zu den Familien und leiden auch darunter.
Leider können die Tiere nicht bestmöglich versorgt werden. Die Auffangstation hatte schon vor dem Krieg etwa 100 Hunde und war auf Spenden angewiesen. Tom sammelt jetzt für sie Sachspenden wie zum Beispiel Verbandsmaterial, Medikamente, warme Decken, Futter und Fressnäpfe. Sobald eine große Ladung zusammen gekommen ist, wird sie nach Rumänien geschickt.
Hier findet ihr weitere Informationen und könnt Tom unterstützen