Anzeige
Gerechtigkeit Urteil Gericht
Teilen:

Frau des Rizin-Bombers sagt aus

"Ich stehe hier als deutsche Muslima, Mutter, Islamistin und angebliche Terroristin." Mit diesen Worten hat sich die Angeklagte Kölnerin am Mittwoch das erste Mal ausführlich im Rizin Prozess geäußert. Einen Anschlag mit dem Biokampfstoff Rizin habe sie aber weder geplant noch durchführen wollen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2020 10:59

Anzeige

Einen Teil der Anklage, nämlich die geplante Ausreise in ein IS-Gebiet hatte sie in ihrer 170 Seiten langen Einlassung zugegeben. Den Hauptanklagepunkt einen Anschlag in Deutschland geplant zu haben, wies sie aber zurück.

Die 44-jährige Kölnerin stellte sich in ihrer Erklärung als Opfer dar und griff sowohl die Richter im Senat als auch die Bundesanwaltschaft scharf an. Ihr bereits zu 10 Jahren Haft verurteilter Ehemann habe sie getäuscht und Hintergangen, so die mehrfache Mutter. Er habe etwa ihr Handy manipuliert. Sie hätte nie zugelassen, dass ein so giftiger Stoff in ihrer Wohnung in der Nähe der Kinder liegen würde. 

In Richtung des Senats erklärte die Kölnerin, es gehe dem Richter doch nur darum sie schnell und hart zu bestrafen. Am besten für zehn bis 15 Jahre hinter Gitter zu bringen. Sie sei auch von der Bundesanwaltschaft vom ersten Tag vorverurteilt worden. Das Gericht hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass die bisherige Beweisaufnahme keinerlei Zweifel an der Mitschuld der zum Islam konvertierten Deutschen hat. Ihr droht eine lange Haftstrafe.

Anzeige
Anzeige
Anzeige