
Frauen auf Bergischem Arbeitsmarkt im Nachteil
Auch bei uns im Bergischen verdienen die Frauen weniger Geld als die Männer - im Schnitt sind es fast 500 Euro weniger. Das zeigen Zahlen der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, die jetzt veröffentlicht wurden. Die Hälfte der Frauen in Rhein-Berg und Oberberg, die in einem sozialversicherungspflichtigen Job arbeiten, arbeiten in Teilzeit.
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.03.2023 14:43
Immer mehr Frauen in unserer Region haben einen Job - die Beschäftigungsquote ist im Aufwind, sagt die Arbeitsagentur. Aber: Es gibt noch viel zu tun was die Chancengleichheit angeht, sagt die Agentur. Frauen übernehmen immer noch den Großteil der Care-Arbeit zuhause, steigen länger für Familienzeit aus dem Job aus und sind zum Großteil in Teilzeit. Das alles hat Auswirkungen auf die Dauer einer Arbeitslosigkeit und erhöht auch das Armutsrisiko, so die Agentur für Arbeit.
Großes Risiko hierbei ist auch die Betreuungssituation: Der Anteil bei den alleinerziehenden Arbeitslosen liegt mit 92 Prozent bei den Frauen deutlich höher als bei den Männern. Ziel der Agentur: Mehr Angebote um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Die klassische Betriebskita, flexiblere Arbeitszeiten, aber auch eine ausreichende verlässliche Kita- oder OGS-Betreuung sind hier wichtige Faktoren, so die Arbeitsagentur.