
Frauenberatungsstelle macht auf anonyme Spurensicherung aufmerksam
Rechtzeitig vor Beginn des Straßenkarnevals machen die Frauenberatungsstellen im Rheinisch Bergischen nochmals auf das Projekt "Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftaten" aufmerksam. Das Verfahren ermöglicht es Opfern von Sexualstraftaten nach der Tat in einem Krankenhaus gerichtsfeste Spuren sichern und archivieren zu lassen. So erhalten betroffene Frauen Zeit über eine mögliche Anzeige nachzudenken, sagt Magdalena Holthausen von der Gladbacher Frauenberatungsstelle.
"Für die Betroffenen ist das wichtig, weil sie in der Situation nach einer Sexualstraftat in einem psychischen Ausnahmezustand sind und einfach für sich erstmal Ruhe und Zeit brauchen, zu überlegen, ob sie überhaupt eine Anzeige erstatten möchten oder nicht".
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Die Beratungsstellen haben einen Flyer erstellt und werden diese in Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen auslegen. Im vergangenen Jahr wurde das Verfahren zwei Mal in Wermelskirchen und einmal in Gladbach in Anspruch genommen. Im Bergischen beteiligen sich unter anderem die Krankenhäuser in Wermelskirchen, Wipperfürth, Gummersbach und die GFO Kliniken in Rheinberg an dem Projekt.