Fußball: Kreis Berg setzt auf Geduld

Der Fußball-Kreis Berg setzt in der Corona-Krise weiter auf Geduld. Der Spielbetrieb ist im Fußball-Verband Mittelrhein bis zum 20. April ausgesetzt. Der Kreisvorsitzende Rolf Müller äußert sich im Radio Berg-Interview.

© Fußballkreis Berg

RB: Herr Müller, wie ist aktuell die Lage im Fußball-Kreis und bei den Vereinen?

Müller: Ich bin erstaunt, wie gut die Vereine die Situation und die entsprechenden Entscheidungen auf- und angenommen haben. Die Sportplätze sind gesperrt, die Verantwortlichen äußern Verständnis, die Spieler trainieren individuell. Wir alle müssen uns auf die Situation einstellen. Aber alle ziehen mit.

RB: Wie sind denn aktuell Ihre Planungen bzw. Ihre Gedankenspiele wie und wann es weitergehen kann?

Müller: Wir gehen im Moment weiter davon aus, dass wir nach dem 20. April wieder in die Saison einsteigen und den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

RB: Würde das zeitlich denn klappen, dann die ausgefallenen Spiele alle nachzuholen?

Müller: Ja. Wenn wir Ende April wieder anfangen zu spielen, dann können wie die fünf ausgefallenen Spieltage mit englischen Wochen nachholen.

RB: Glauben Sie persönlich denn daran, dass der Termin eingehalten werden kann?

Müller: Ich selbst glaube das nicht wirklich. Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass da keiner so recht dran glaubt. Aber Wunder können ja geschehen. Wir warten erstmal ab. Momentan sind uns die Hände gebunden.

RB: Und wenn die Saison, sagen wir mal erst Mitte/Ende Mai weiter gehen könnte? Solche Gedanken werden Sie sich ja machen müssen?

Müller: Dann müssten wir die Saison verlängern, also über Ende Juni hinaus.

RB: Und das würden die Vereine akzeptieren - vor dem Himntergrund von Arbeits- und Urlaubsplanungen?

Müller: Wir möchten da möglichst Einigkeit mit Verband und Vereinen. Aber die Spieler müssen ja im Moment womöglich - wie wir alle - sowieso zeimlich viel umplanen. Das sollte also gehen. Die EM ist uns ja schonmal nicht mehr im Weg.

RB: Was sagen die Vereine denn in Sachen Auf- und Abstieg, falls die Saison abgebrochen werden muss?

Müller: Ich wundere mich fast schon über die Zurückhaltung der Vereine. Alle versuchen sich jetzt erstmal mit der Situation zu arrangieren. Forderungen und Ängste sportlicher Art kommen da noch nicht auf uns zu. Ob zeitlich eine Fortführung der Saison möglich ist oder ob die Saison abgebrochen werden muss, und wie dann Auf- und Abstiegsregelungen vorgenommen werden - da werden wir uns an einheitliche Absprachen mit dem Verband halten.

RB: Herr Müller, vielen Dank.

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