
Gemischte Gefühle vor KiTa-Öffnung
Die Kindertagesstätten im Bergischen fühlen sich gut auf die Öffnung für Kinder ab zwei Jahren ab Montag vorbereitet. Dennoch sehen sie der Wiedereröffnung mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Hygieneregeln wurden in dieser Woche unter Hochdruck umgesetzt.
Veröffentlicht: Freitag, 05.06.2020 04:39
Die Abstandregelung sei bei Kindern in diesem Alter jedoch nicht umzusetzen, sagen Träger verschiedener Einrichtungen auf Radio Berg-Nachfrage. Kinder in diesem Alter auf Abstand zu halten und ihnen körperlichen Kontakt zu untersagen sei organisatorisch unmöglich und schädlich für die kindliche Entwicklung, sagt zum Beispiel Alwine Pfefferle von der AWO Rhein-Oberberg.
Die Anmeldezahlen in der evangelischen KiTa Heisterbusch in Wermelskirchen zeigen jedoch, dass die meisten Eltern das erhöhte Ansteckungs-Risiko durch körperlichen Kontakt in Kauf nehmen, weil sie ihren Beruf nur dann wieder aufnehmen können, wenn ihre Kinder entsprechend betreut werden. In den nächsten drei Wochen sollen die Betreungsangebote in den Kitas weiter optimiert werden
Carmen Oerder leitet ein Familienzentrum der AWO in Wiehl. Sie kritisiert, dass die KiTas jetzt schon wieder nahezu komplett öffnen, während die Grundschulen oft nur für einen Jahrgang pro Tag öffnen können.