
Gladbacher Contergan-Opfer kämpft um höhere Rente
Vor dem Kölner Verwaltungsgericht kämpft ein contergangeschädigter Mann aus Bergisch Gladbach am Dienstag um eine höhere Rente. Gemeinsam mit zwei ebenfalls betroffenen Frauen will er erreichen, dass auch innere Schäden, die von außen nicht sichtbar sind, von der Contergan-Stiftung anerkannt werden.
Vor rund 60 Jahren hatte das Schlafmittel Contergan den größten Arzneimittelskandal der Bundesrepublik ausgelöst. Weltweit waren rund 10.000 Kinder mit teils schweren Missbildungen zur Welt gekommen. Der Bergisch Gladbacher führt seine Gefäßschäden in Arm, Hand, Rücken und Hals sowie seine nicht normal angelegte Lungenarterie auf Contergan zurück. Um die Anerkennung dieser Schäden kämpft er schon seit 2013 mit der Conterganstiftung. Er wirft der Stiftung eine Vertuschungskampagne vor, um nicht zahlen zu müssen. Schon vor einigen Jahren hatte sich der 57-Jährige an einem Hungerstreik in Bergisch Gladbach beteiligt, um auf eine ungerechte Behandlung von Contergangeschädigten aufmerksam machen.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.05.2019 08:37