
Glyphosat: Rechtsstreit geht weiter
Für den Leverkusener Pharmakonzern Bayer geht es im Glyphosat-Rechtsstreit am Abend in die nächste Runde. Vor dem US Berufungsgericht in San Francisco findet die erste Anhörung statt. Bayer will dort den Schuldspruch aus dem ersten Glyphosat-Verfahren aufheben lassen.
Veröffentlicht: Dienstag, 02.06.2020 11:48
Mit der Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto hat sich der Leverkusener Konzern schwer in die Bredouille gebracht. Der Milliarden-Deal brachte zahlreiche brisante Klagen und spektakuläre Urteile mit millionenschweren Schadensersatzzahlungen mit sich. Das erste davon will Bayer jetzt im Berufungsverfahren aufheben lassen. Doch selbst wenn dies gelingen sollte - es gibt etliche weitere US-Klagen. Zuletzt war der Leverkusener Konzern mit über 52.000 US Klagen wegen der angeblichen Krebsgefahren des Monsanto-Unkrautvernichters konfrontiert. Bayer ist sich keiner Schuld bewusst, die Produkte seien bei sachgemäßer Anwendung harmlos. Experten rechnen mit einem Kompromiss, der Bayer geschätzte rund 10 Milliaden Dollar kosten könnte.