Grauwacke in Wipperfürth ist zertifiziert

Problem gelöst: Die Grauwacke aus Indien für den Wipperfürther Marktplatz ist zertifiziert.

Die Organisation Fair Stone kommt nach einer Reise nach Indien zu dem Ergebnis, dass die Grauwacke-Steine, die auf dem Wipperfürther Marktplatz verlegt werden sollen, ohne Kinder- oder Zwangsarbeit gewonnen werden.

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Sie hat die betreffenden Steine laut einer Mitteilung der Stadt jetzt zertifiziert. Mit der Urkunde bestätigt Fair Stone, dass die indischen Steine alle nötigen Kriterien erfüllen. Dazu gehören neben der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz unter anderem auch der Umwelt- und Ressourcenschutz. Der Geschäftsführer von Fair Stone habe sich in Indien selbst ein umfassendes Bild gemacht, so die Stadt.

Bürgermeister ist erleichtert

Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski ist erleichtert, dass das Zertifikat nun endlich vorliegt. Die Arbeiten könnten nun planmäßig weiterlaufen. Die Stadt war wegen der indischen Steine massiv in die Kritik geraten, da im benachbarten Lindlar ebenfalls Grauwacke geschlagen wird. Ihr wurden unter anderem Ungenauigkeiten bei der Ausschreibung vorgeworfen.

Zuletzt wurde obendrein bekannt, dass eine Zertifizierung der Steine noch gar nicht vorliegt.

Aufregung über Grauwacke - Vergleiche mit unserem Alltag

Am Morgen bei Radio Berg haben wir gefragt: Wieso regen wir uns auf, wenn eine Stadt Steine in Indien kauft, tragen selbst aber Kleidung aus Bangladesh oder nutzen TV und Smartphones aus China? Das war Thema bei Michi Arlt. Die Beiträge findet ihr hier zum Nachhören:

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