
Gülle-Vorfall beschäftigt weiter Behörden
Der erneute Gülle-Vorfall in der Neye bei Wipperfürth beschäftigt weiterhin die Behörden. Experten der Umweltbehörde des Märkischen Kreises haben am Hof des Landwirts in Halver-Kotten weitere Beweise gesichert, um den Hergang des Vorfalls möglichst detailliert rekonstruieren zu können. Vom Hof waren am Wochenende mehrere hunderttausend Liter Gülle in den Neyebach und die Neyetallsperre geflossen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.09.2024 14:26
Das Brisante: Es war nicht das erste Mal, dass vom Betrieb des Landwirts aus Unmengen an Gülle abgeflossen sind. Im März 2015 waren schon einmal 1,7 Millionen Liter Gülle in die Neyetalsperre geraten und hatten zur größten Umweltkatastrophe der oberbergischen Nachkriegszeit gesorgt. Im Märkischen Kreis ist man sich keiner Versäumnisse bewusst. Der Hof seit seitdem engmaschig kontrolliert worden- ohne Beanstandungen. Mehr als 50 Kontrollen hätten stattgefunden, zuletzt im November 2022, schreibt der Kreis. Ob gegen den Halveraner Landwirt erneut gerichtlich vorgegangen wird, steht unterdessen noch nicht fest.