
Gummersbach: Hauhaltsentwurf mit heftigem Defizit
In allen bergischen Städten und Gemeinden gibt es in diesem Jahr ein besonderes Problem: Der Entwurf für den Haushaltsplan muss beschlossen werden, doch ähnlich wie bei Privatleuten wissen die Kommunen nicht, was auf sie in der Krise zukommt. In Gummersbach ist am Abend im Rat der Stadt der Haushaltsplan-Entwurf für das kommende Jahr eingebracht worden.
Veröffentlicht: Donnerstag, 01.12.2022 05:11
Es sind dramatische Zahlen. In diesem Jahr hatte Gummersbach noch einen Überschuss von sieben Millionen Euro, im kommenden wird ein Defizit von 13 Millionen Euro stehen. Und das trotz sprudelnder Gewerbesteuer.
Grund sind die deutlich verminderten Schlüsselzuweisungen des Landes, die drastisch gestiegenen Energiekosten und die Kreis-Umlage, die allein noch höher wird als die Gewerbesteuer-Einnahmen.
Bürgermeister Frank Helmenstein fordert händeringend ein Entlastungspaket für Kommunen.
Die Bürgerinnen und Bürger sollen nicht zur Kasse gebeten werden. Sie befänden sich zum Teil selber in existenziellen Notlagen, so Helmenstein. Deshalb wird in Gummersbach nicht an der Steuerschraube gedreht, Grundsteuer B oder die Gewerbesteuer sollen nicht angehoben werden.
Laut Helmenstein droht mittelfristig sogar wieder ein Haushaltssicherungskonzept. Der Etat soll von 164 Millionen auf 180 Millionen Euro steigen.