
Gummersbach: Kommt die Verpackungs-Steuer?
Erhebt Gummersbach als zweite Stadt in Deutschland bald eine „Verpackungs-Steuer“? Die endgültige Entscheidung dazu trifft der Stadtrat in einer Woche – die Beratung im Hauptausschuss an diesem Donnerstag gilt als „Generalprobe“ dafür.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.11.2023 05:19
Am Montag hatte Bürgermeister Helmenstein die konkreten Pläne erstmals der Politik vorgestellt – die Reaktion darauf fiel gemischt aus. Während SPD und Grüne das Vorhaben unterstützen sind Teile der CDU dagegen – das könnte das Vorhaben ausbremsen.
Die Verpackungs-Steuer soll laut Vorlage ab dem 01.09.2024 kommen und auf Einweg-Verpackungen, - Geschirr und –Besteck in der Gastronomie erhoben werden. Die Rede ist von 50 Cent für Becher, Dosen und Co. und 20 Cent pro Besteckteil. Das Ziel der Steuer: die zunehmende Vermüllung der Stadt reduzieren und einen Anreiz für Mehrweg-Systeme bieten.
Von der Steuer betroffen wären schätzungsweise 170 Betriebe in Gummersbach. Die Steuereinnahmen lägen Stand jetzt bei rund 350.000 Euro pro Jahr. Vorbild für die Verpackungs-Steuer ist die Stadt Tübingen – sie ist die bisher einzige Stadt in ganz Deutschland, in der es eine solche Steuer gibt.