
Der Gummersbacher Erfolgsweg. So nennt die Stadt ihren Haushalt für das kommende Jahr.
"Es war ein dornenreicher Weg, der uns viel abverlangt hat. Aber es hat sich gelohnt." So beschreibt Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein die Finanzlage der Stadt im kommenden Jahr. Denn dann ist Gummersbach nicht mehr im Stärkungspakt, d.h., sie braucht keine Genehmigungen der Bezirksregierung mehr.
Die Stadt will dennoch freiwillig den sparsamen Weg weitergehen. "Man muss auf dem Teppich bleiben. Wie mein Vater immer sagt: Junge, handele so, als wäre es dein eigenes Geld. und das mache ich so."
Die oberbergischen Städte wollen aber auch zusammen mit dem Oberbergischen Kreis in Köln einfordern, weniger Geld an den LVR in Köln abführen zu müssen. Der LVR, der Landschaftsverband Rheinland, erledigt viele gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben. Dazu beschäftigt er eine 5-stellige Zahl an Personal. Das finanzieren die Kommunen über die sogenannte Kreisumlage.
Kämmerer Raoul Halding-Hoppenheit kritisiert zudem, dass Bund und Land die Kommunen zu immer neuen Aufgaben verpflichten, aber nicht für deren Re-Finanzierung sorgen. Als Beispiele nennt er:
- Den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz
- Die Flüchtlingshilfe
- Den Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Offenen Ganztagsschule.