Anzeige
Handball: VfL auch bei TuSEM siegreich
© Isa Peters
Teilen:

Handball: VfL auch bei TuSEM siegreich

Der VfL Gummersbach hat am 27. Spieltag der 2. Bundesliga auch das nächste Topspiel im Duell der Traditions-Clubs bei TuSEM Essen gewonnen. Der Tabellenführer siegte im NRW-Derby im Ruhrpott "Am Hallo" verdient mit 32:28.

Veröffentlicht: Sonntag, 03.04.2022 15:00

Anzeige

Der VfL Gummersbach hat seinen siebten Sieg in Folge eingefahren und seine Position als Spitzenreiter der 2. Liga erfolgreich untermauert. Vor 1.900 Zuschauern in der Essener Sporthalle "Am Hallo" setzten sich die Oberbergischen beim Erstliga-Absteiger TuSEM Essen mit 32:28 (16:12) durch und sicherten sich damit den 22. Saisonsieg.

Die Gummersbacher lieferten nach der frühen Hinausstellung von Lukas Blohme und einem Drei-Tore-Rückstand eine beeindruckende Vorstellung ab. Sieben Paraden im ersten Durchgang durch VfL-Torhüter Tibor Ivanišević ebneten den Weg zur Halbzeitführung. In Hälfte zwei hielten die Gäste die Gastgeber beim Comeback von Janko Božović weiter auf Distanz und fuhren verdient den siebten Sieg in Serie ein.Die Gummersbacher starteten mit Rechtshänder Timm Schneider im rechten Rückraum, der sich erstmals beim 1:1-Treffer in der zweiten Minute in Szene setzte. Insgesamt begegneten sich die beiden Teams zu Beginn auf Augenhöhe. Nach einer schönen Einzelaktion setzte sich Ole Pregler in der achten Minute erfolgreich gegen die Essener Deckung durch und netzte zum 4:4 ein. In der Folge machten es sich die Gummersbacher durch schnelle Zeitstrafen und entsprechendem Unterzahl-Spiel selbst schwer. Drei TuSEM-Tore hintereinander sowie eine frühe rote und blaue Karte durch Blohme wegen Unsportlichkeit brachten die Oberbergischen in der zehnten Minute mit drei Toren ins Hintertreffen (4:7).

Der VfL wusste jedoch mit der nötigen Ruhe zu reagieren. Angeführt vom starken Rückhalt durch Gummersbachs Keeper Ivanišević, der den Essenern nun ein ums andere Mal den Zahn zog, antwortete der Tabellenführer der 2. HBL mit gleich sechs Treffern in Folge (10:7, 20. Minute). Die Blau-Weißen gingen nun mit breiter Brust und dem Selbstvertrauen der vergangenen Wochen voran. In Person von Jonas Stüber schraubten die Gäste ihre Führung sogar bis auf sechs Tore hoch (16:10, 27. Minute), ehe die Gastgeber bis zum Halbzeitpfiff den Rückstand noch einmal um zwei Treffer verkürzen konnten und es mit einem 16:12-Vorsprung der Gummersbacher in die Pause ging.

Analog zur ersten Hälfte begann auch der zweite Durchgang recht ausgeglichen mit sich abwechselnden Toren auf beiden Seiten, die in der 37. Minute in die 20:16-Führung der Oberbergischen durch Julian Köster mündete. Auch durch einen Doppelschlag des TuSEM in Unterzahl (20:18, 38. Minute) ließ sich der VfL nicht beirren. Zwei Treffer durch Ellidi Vidarsson und Raul Santos stellten den Vier-Tore-Vorsprung direkt wieder her, ehe der Österreicher die Führung seiner Mannschaft durch ein weiteres Tor auf 23:18 ausbaute (41. Minute). Auch als die Essener in der 46. Minute noch einmal die Chance hatten, auf zwei Tore aufzuschließen, war Ivanišević zur Stelle. Seine Parade ermöglichte es den Gummersbachern im Gegenzug wieder sich auf fünf Treffer abzusetzen (25:20, 48. Minute).

Auch in der Schlussphase blieben die Gäste souverän. Per Kempa-Trick vollendete Mathis Häseler in der 50. Minute zum 27:22, ehe Köster mit einem platzierten Wurf auf 28:22 erhöhte. Zwei Minuten später dezimierten sich die Gummersbacher selbst, als Schneider seine dritte Zeitstrafe erhielt und damit die rote Karte sah. Ob der Unterzahl musste der VfL in der 54. Minute das dritte Essener Tor in Folge hinnehmen (28:25, 54. Minute), konnte jedoch im Anschluss wieder reagieren und durch Santos und Häseler zwei wichtige Tore zum 30:25 in Minute 56 erzielen. Auch in den Schlussminuten fanden die Blau-Weißen die nötigen Mittel, um die Hausherren auf Abstand zu halten. Für die endgültige Entscheidung sorgte Fynn Herzig mit seinem Tor zum 32:27 in der 59. Minute, bevor Noah Beyer für Essen noch einmal Ergebniskosmetik betrieb und die Partie beim Stand von 32:28 für den VfL abgepfiffen wurde.

In der Tabelle hat der VfL als erster mit 44:10 Punkten weiter sieben Punkte Vorsprung auf den dritten ASV Hamm, auf dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz. Hamm ist kommenden Freitag, 8. April, der nächste Gegner des VfL, um 19 Uhr in der Schwalbe-Arena.

Torschützen: Santos 6, Herzig 6, Köster 4, Schneider 4, Stüber 3, Vidarsson 3, Häseler 3, Pregler 2, Fanger 1

Anzeige
Anzeige
Anzeige