
Handball: VfL blamiert sich bei Wölfen
Der VfL Gummersbach hat am 24. Spieltag der 2. Bundesliga bei den DJK Rimpar Wölfen eine indiskutable Leistung und keine aufstiegsreife Leistung geboten. Völlig verdient unterlag der VfL trotz Aufholjagd in Unterfranken mit 24:28.
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.04.2021 19:47
Es war die fünfte Saisonniederlage für den Aufstiegskandidaten Gummersbach. In der Würzburger Carl-Diem-Halle blieb der VfL nach einer schwachen und kraftlosen ersten Halbzeit ohne Punkte.
Zwar holte der VfL dank eines engagierten Auftritts in Hälfte zwei binnen einer Viertelstunde einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand auf, um schlussendlich jedoch ohne den letzten Biss die Punkte in Unterfranken zu lassen.
Ohne Stammkeeper Matthias Puhle, der mit einem Magen-Darm-Infekt kurzfristig passen musste, agierten die Gummersbacher von Anfang an mit Diogo Valério im Tor, der nach 37 Sekunden seine erste Parade verbuchen konnte. Bis zum ersten VfL-Treffer dauerte es allerdings bis zur fünften Minute, ehe Julian Köster zum 1:2 einnetzte. In einem flotten, aber aufseiten der Gummersbacher fahrigen Beginn kamen die Gäste insbesondere im Angriff überhaupt nicht in Schwung. So lagen die Oberbergischen in der 13. Minute nach einem 5:0-Lauf der Hausherren bereits mit 3:8 zurück.
Nach sieben torlosen Minuten der Gummersbacher war es Jonas Stüber, der in Minute 14 zum 4:9 traf. Daraufhin vollstreckte auch der nach zwölf Minuten eingewechselte Raul Santos sicher seine ersten beiden Chancen (6:9, 17. Minute). In der Defensive agierten die Oberbergischen nun ebenfalls offensiver und aggressiver, so dass die Rimparer nicht mehr zu schnellen und einfachen Toren kamen. Doch der VfL konnte daraus keinen Profit schlagen, blieb im Torabschluss zu inkonsequent und ließ ein ums andere Mal freie Würfe liegen. Über ein 8:11 (19. Minute) und ein 9:14 (26. Minute) liefen die Gäste stets einem Rückstand von drei bis fünf Treffern hinterher. In den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff mussten die Gummersbacher gar einen zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand (9:15, 27. Minute) hinnehmen, ehe es mit einem ernüchternden 10:16 in die Kabine ging.
In der 31. Minute wurde es für die Oberbergischen noch deutlicher (10:17), ehe sich der VfL bemühte die nötige Aufholjagd zu starten. Drei Treffer in Folge und die Umstellung auf eine 5:1-Deckung brachte mehr Sicherheit ins Spiel der Gäste (13:17, 36. Minute). Die Gummersbacher erhöhten zunehmend das Tempo und legten auch kämpferisch einen Gang zu. Nach seiner dritten Zeitstrafe mussten die Rimparer ab der 41. Minute ohne Philipp Meyer auskommen. Als daraufhin auch Ex-Gummersbacher Yonatan Dayan eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, nutzen die Oberbergischen die doppelte Überzahl, um in der 43. Minute durch Lukas Blohme auf 18:20 aufzuschließen. Timm Schneider war es drei Minuten später, der den Anschlusstreffer zum 20:21 erzielte, ehe Blohme nach der neunten Parade durch Valério den ersten Ausgleich seit Spielbeginn markierte (21:21, 48. Minute).
In einer engen Schlussphase oblag es den Wölfen stets vorzulegen, während die Gäste aus Gummersbach nachlegen mussten. Nach dem erneuten Ausgleich zum 24:24 durch Santos in der 54. Minute geriet der VfL zwei Minuten später wieder doppelt ins Hintertreffen (24:26). Die Gummersbacher agierten nach der folgenden Auszeit nun mit dem siebten Feldspieler, nahmen jedoch zunächst einen weiteren Gegentreffer hin (24:27, 57. Minute). Auch einen Strafwurf konnten die Oberbergischen in der 59. Minute nicht mehr verwandeln. Stattdessen trafen die Rimparer nach dem Abpfiff mit der letzten Aktion des Spiels noch einmal aus sieben Metern und besiegelten damit die 24:28-Auswärtsniederlage der Gummersbacher.
Bester VfL-Werfer war noch Linksaußen Raul Santos mit sechs Toren. In der Tabelle bleibt der VfL zweiter mit 37:11 Punkten, nur noch einen Zähler vor dem TuS Nettelstedt/Lübbecke.
Für den VfL geht es Dienstag, 13. April, 19:30 Uhr auswärts beim Lokalrivalen TuS Ferndorf weiter.