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Handball: VfL holt Punkt in letzter Sekunde
© Radio Berg/Isa Peters
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Handball: VfL holt Punkt in letzter Sekunde

Der VfL Gummersbach hat am 28. Bundesliga-Spieltag in einem umkämpften Spiel auf Augenhöhe beim HSV Hamburg in letzter Sekunde ein 33:33-Remis erkämpft. Kapitän Julian Köster sorgte mit der Schluss-Sirene für den Auswärtspunkt.

Veröffentlicht: Sonntag, 21.04.2024 15:05

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Der VfL Gummersbach hat sein drittes Unentschieden der Saison eingefahren. Beim HSV Hamburg feierte die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson in der letzten Sekunde ein 33:33 (17:18)-Remis vor etwa 60 mitgereisten VfL-Fans unter den 3.750 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg. Über weite Strecken der Partie egalisierten sich die beiden Mannschaft auf dem Spielfeld in allen Belangen und lieferten sich eine tempo- und torreiche Begegnung, in der erst Mitte der zweiten Halbzeit das Pendel leicht in Richtung der Hamburger ausschlug. Als diese jedoch am Ende schon wie der sichere Sieger aussahen, schlugen die Oberbergischen noch einmal zurück und erkämpften sich nach vier Siegen in Folge den verdienten Punktgewinn in der Hansestadt, wodurch sie nun 33:23 Punkte auf dem Konto aufweisen und weiterhin Tabellenplatz sechs belegen.

Dass beide Teams in ihrer aktuellen Verfassung vor Selbstbewusstsein strotzen, zeigte sich bereits in den ersten Minuten, in denen auf beiden Seiten munter nach vorne gespielt wurde. Auf die erste Gummersbacher Führung durch Giorgi Tskhovrebadze zum 1:0 (1. Minute) folgte in Minute vier der erste Rückstand (2:3) durch das Tor von Dani Baijens, der die ersten vier Hamburger Treffer allesamt selbst markierte und für die VfL-Abwehr zunächst schwer zu verteidigen war. In einer ausgeglichenen Anfangsphase kristallisierte sich vorerst kein eindeutiger Favorit heraus. Ab dem 5:5 durch Ellidi Vidarsson in der achten Minute drängten sich auch die Torhüter beider Mannschaften – Tibor Ivanišević und Johannes Bitter – durch gute Aktionen in den Mittelpunkt, so dass vier Minuten lang kein weiteres Tor fiel, ehe Julian Köster zum 6:5 einnetzte (12. Minute).

Bis zum 9:9 erschien jedes mögliche Unentschieden zwischenzeitlich auf der Anzeigentafel, ehe in der 19. Minute erstmals eine Mannschaft mit zwei Toren in Front ging, als die Hamburger einen 3:0-Lauf hinlegten und den VfL mit 9:11 in Rückstand brachten. Die Oberbergischen ließen es sich jedoch nicht nehmen in Person von Miloš Vujović (2) und Lukas Blohme nachzulegen und ihrerseits drei Tore hintereinander zu erzielen (12:11, 22. Minute). Zum Ende des ersten Durchgangs prägten erneut wechselnde Ein-Tores-Führungen die Partie. Der VfL überstand dabei auch eine doppelter Unterzahl unbeschadet, als Ole Pregler in der 27. Minute den 16:16-Ausgleich erzielte. Durch einen Last-Second-Treffer des HSV ging es für das Sigurdsson-Teams allerdings mit einem knappen 17:18-Rückstand in die Pause.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeiten taten sich die Gummersbacher zunächst schwer, bewahrten aber durch den Treffer von Vujović zum 19:20 in der 37. Minute den Anschluss an die Hamburger, die es verpassten zwischenzeitlich den Abstand auf drei Tore zu erhöhen. In der 39. Minute kam für die Gäste erstmals Dominik Mappes zum Einsatz, der nach seiner Verletzung erstmalig wieder im Kader stand und den Angriff zum 20:21 – erneut durch Vujović – einleitete. Der Linksaußen drehte nun regelrecht auf und erwies sich auch als Torschütze zum 22:22-Ausgleich (42. Minute).

In der Folge erwiesen sich allerdings erneut die Hamburger als um ein Quäntchen besser, so dass die Oberbergischen wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen musste (25:27, 47. Minute). Auf der Gegenseite verpassten die Gummersbacher nach dem 26:27 durch Tskhovrebadze in der 49. Minute die Chance zum Ausgleich, woraufhin sie in der 52. Minute erstmals gar mit drei Toren in Rückstand gerieten (28:31). In den hektischen und von vielen kleinen Unterbrechungen geprägten Schlussminuten war es wieder Vujović, der sowohl zum 30:31 (57. Minute) als auch zum 31:32 (58. Minute) noch einmal den Anschlusstreffer erzielte. Das Spiel schien entschieden, als der HSV in der Schlussminute beim Stand von 31:33 Ballbesitz hatte. Jedoch gelang es dem VfL noch einmal den Ball abzufangen, woraufhin Vujović aus spitzem Winkel zum 32:33 einnetzte. Auf einen erneuten Ballgewinn der Gummersbacher folgte fünf Sekunden vor dem Abpfiff die Auszeit durch Sigurdsson. Ein letzter Pass von Ole Pregler auf Köster leitete mit der Schluss-Sirene dann doch noch den 33:33-Ausgleich durch den deutschen Nationalspieler ein.

Samstag, 27. April, 19 Uhr hat der VfL das nächste Heimspiel gegen die HSG Wetzlar in der Schwalbe-Arena.

Torschützen: Vujuvic 11/1, Köster 7, Vidarsson 4, Blohme 3, Pregler 3, Tskhovrebadze 2, Oskarsson 1, Schluroff 1, Kiesler 1

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