
Handball: VfL steht im Pokal-Viertelfinale
Der VfL Gummersbach ist nach einem packenden, vorweihnachtlichen Pokal-Fight beim ASV Hamm ins DHB-Pokal-Viertelfinale eingezogen. Vor 2.400 Zuschauern in der Arena Hamm gewann der erneut kämpferisch starke VfL mit 34:31.
Veröffentlicht: Mittwoch, 21.12.2022 19:51
Der VfL Gummersbach hat auch seine dritte Auswärtspartie der laufenden Spielzeit im deutschen Pokalwettbewerb gewonnen und zieht damit – wie bereits in der Vorsaison – in die Runde der letzten Aacht ein. In der mit 2.400 Zuschauern annähernd ausverkauften Arena in Hamm besiegte die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson den Liga-Konkurrenten ASV Hamm im DHB-Pokal-Achtelfinale mit 34:31 (16:14). Nach einer schwachen Anfangs-Viertelstunde kamen die Gummersbacher gegen Ende der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel und drehten die Partie zu ihren Gunsten. In Durchgang zwei verwalteten die Blau-Weißen einen knappen Vorsprung und brachten damit den Pokal-Erfolg über die Ziellinie. Gegen wen der VfL im Viertelfinale des DHB-Pokals antreten wird, entscheidet die Auslosung am Freitag, den 23. Dezember.
In einer äußerst temporeichen und ebenso wilden Anfangsphase mit vielen Ballverlusten – insbesondere aufseiten der Gäste – erzielte Ex-Hammer Lukas Blohme das erste Tor für die Gummersbacher (1:1, 2. Minute), die früh mit drei Toren ins Hintertreffen gerieten (1:4, 4. Minute). Ungenaue Pässe und frühe Abschlüsse ließen die Oberbergischen noch keinen richtigen Zugriff zum Spiel bekommen. Entsprechend musste der VfL in Minute 13 den ersten Fünf-Tore-Rückstand hinnehmen (3:8), der in die Auszeit durch Coach Sigurdsson mündete. Doch auch in der Folgezeit lief es für die Blau-Weißen zunächst nicht rund, die nach exakt einer Viertelstunde mit 5:10 zurücklagen.
Die Gummersbacher hielten nun jedoch kämpferisch dagegen und erarbeiten sich Tor um Tor zurück. In der 18. Minute verwandelte Ellidi Vidarsson nach feinem Anspiel von Ole Pregler zum 7:10. Mit dem vierten und fünften Treffer in Folge – diesmal durch die Kombination aus Finn Schroven und Lukas Blohme sowie dem Gegenstoßtor von Hákon Dadi Styrmisson kamen die Oberbergischen in Minute 21 zum 10:10-Ausgleich und meldeten sich damit zurück in der Partie. Der amtierende Zweitligameister blieb nun erfolgreich am Drücker und ging beim Mitaufsteiger aus Hamm in der 24. Minute erstmals in Führung (13:12). Bis zur Halbzeitpause ging es munter hin und her, so dass nach 30 Minute eine 16:14-Führung für die Gäste zubuche stand.
Die Gummersbacher erwischten einen starken Restart in die Begegnung und erhöhten ihren Vorsprung in der 32. Minute durch Treffer von Dominik Mappes von der Sieben-Meter-Linie sowie Tom Jansen auf 18:14. VfL-Keeper Fabian Norsten gab seiner Abwehr den nötigen Rückhalt, so dass sich die Gäste im Angriff noch den einen oder anderen Fehler erlauben konnten ohne die eigene Führung zu gefährden. Die Oberbergischen agierten nun deutlich aufgeräumter und strukturierter als noch über lange Phasen des ersten Durchgangs, konnten sich aber nicht weiter absetzen. Über ein 21:18 durch Blohme (39. Minute) und das 26:23 durch Jonas Stüber (46. Minute) hielten die Gäste ihre minimale Führung aufrecht.
Trotz des recht knappen Vorsprungs strahlten die Gummersbacher in der Schlussphase die größere Bissigkeit und Zielstrebigkeit der beiden Mannschaften aus. In der 52. Minute belohnten sie sich in Person von Jansen mit der ersten Fünf-Tore-Führung (29:24). Mit der nötigen Cleverness spielten die Blau-Weißen ihre Angriffe lange aus und hielten den ASV auf Abstand (31:26, 55. Minute). Das Tor durch Vidarsson zum 32:28 in der 58. Minute sorgte für die Vorentscheidung für den VfL, der die Partie schlussendlich mit 34:31 für sich entschied.
Das letzte Pflichtspiel des Kalenderjahres 2022 bestreitet der VfL Gummersbach zum Bundesliga-Rückrunden-Auftakt am Dienstag, 27. Dezember, 19 Uhr in der bereits ausverkauften Schwalbe-Arena gegen den HSV Hamburg.
Torschützen: Vidarsson 7, Styrmisson 6, Jansen 5, Blohme 5, Mappes 4, Köster 3, Zeman 1, Stüber 1, Pregler 1, Schroven 1