Hausärzte: Absagen wegen Kreuzimpfung

Es sorgt für ein Riesenchaos in den Hausarztpraxen bei uns in der Region: Mit völligem Unverständnis reagieren viele Hausärzte auf die neueste Empfehlung der Ständigen Impfkommission zum Einsatz von Kreuzimpfungen.

Die Empfehlung lautet, dass nach einer Erstimpfung mit AstraZeneca eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen soll. In den Impfzentren im Rheinland können dafür jetzt auch Einzeltermine gebucht werden.

Ralph Krolewski, vom Oberbergischen Hausärzteverband reagiert mit völligem Unverständnis. Es gebe nur eine einzige Studie mit wenigen Probanden, die sich damit befasst, ob der Impfschutz durch Kreuzimpfungen erhöht wird. Wissenschaftlich sei die Empfehlung nicht haltbar, so Krolewski. Viele Patienten seien jetzt verunsichert und würden ihre Zweitimpfungen mit AstraZeneca kurzfristig absagen, obwohl der Impfstoff bestellt sei. Das habe brutale Konsequenzen für die Praxen.

Auch die KV zeigt sich verärgert: Es könne nicht angehen, dass die Stiko einsame Entscheidungen trifft, ohne sie mit denjenigen, die sie umsetzen müssen, abzusprechen.

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