
Hausärzte im Bergischen wollen mehr impfen
Laut Kanzlerin Merkel soll die Impf-Priorisierung spätestens im Juni aufgehoben werden – und auch die Hausärzte im Bergischen möchten selber entscheiden, wen sie impfen. Die Kassenärztliche Vereinigung Rhein-Berg spricht sich klar gegen die Impf-Priorisierung aus.
Veröffentlicht: Dienstag, 27.04.2021 04:35
Es braucht mehr Impfstoff, dann könnten auch die Hausärzte endlich in vollem Umfang mit dem impfen loslegen, sagt der Vorsitzende der KV Rheinberg Heribert Wiemer.
Der Vorteil für die Impfung beim Hausarzt läge auf der Hand, sagt Wiemer: Die Ärzte kennen ihre Patienten am besten und kennen vor allem die Vorerkrankungen. Deshalb fordert die Kassenärztliche Vereinigung in NRW, die Impf-Priorisierung aufzuheben. Die Hausärzte sollen nach ihrem eigenen medizinischen Sachverstand handeln. Heißt: Sie sollen entscheiden, wer die Schutzimpfung wann bekommt. Durch das Impfen beim Hausarzt könnte außerdem das Impftempo deutlich beschleunigt werden. Dafür müsste aber eine politische Entscheidung her und vor allem auch deutlich mehr Impfstoff. Aktuell könnten sich die Hausärzte auf die Lieferungen mit Impfstoff nicht verlassen und nur schwer planen.