
Hausärzte Oberberg fordern Hitzeschutzmaßnahmen
Die Extremhitze der letzten Woche hat Spuren hinterlassen und der Hausärzteverband Oberberg zieht jetzt Konsequenzen: Der Verband fordert, dass Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten ihre Hitzeschutzmaßnahmen und Notfallpläne öffentlich machen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.07.2026 12:46
Hintergrund sei, dass die Hitzewelle Einsatzzahlen, Reanimationen und Todesfälle vervierfacht habe, sagt der Verband.
Besonders alarmierend: Die Hitzschläge traten nicht nur bei Risikogruppen auf, sondern auch bei gesunden Menschen in überhitzten Gebäuden, sagen die Hausärzte.
Schon vor 3 Jahren hatte der Hausärzteverband Oberberg eine Task Force Hitzeschutz ins Leben gerufen. Drei Träger von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen entwickelten damals Konzepte - Krankenhäuser waren nicht dabei. Auch die Kreisverwaltung sei nicht aktiv geworden, so die Hausärzte. Sie fordern, dass Patienten und Angehörige erkennen können, ob eine Einrichtung Hitzeschutzmaßnahmen ergreift.
In Krankenhäusern mit Flachdächern und in Pflegeeinrichtungen wurden bei der aktuellen Hitzewelle in den oberen Etagen kritische Innenraumtemperaturen erreicht. Entscheidend ist dabei der sogenannte Hitzeindex - also das Zusammenspiel aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ab 34 Grad Innenraumtemperatur und 40 Prozent Luftfeuchtigkeit wird es für Senioren und Kranke gefährlich, so der Hausärzteverband.