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Waldsterben Borkenkäfer
© Brigitte Mackscheidt
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Holzpreise steigen - Waldbauern zahlen drauf

Der Holzpreis ist nach einer langen Talfahrt wieder so hoch, wie seit mehreren Jahren nicht mehr, die Waldbauern im Bergischen profitieren trotzdem nicht davon.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.06.2022 04:51

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Die Sturm- und Dürreschäden sowie die Borkenkäferplage haben ihre Wirtschaftswälder auf ein Minimum reduziert, jetzt müssen die Waldbauern in die Wiederaufforstung investieren , sagt Berno von Landsberg-Velen vom Holzkontor Rhein-Berg-Siegerland, es ist für die Holzvermarktung in der Region verantwortlich: 

Das Problem ist nur, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich kein Holz mehr haben. Das Bergische Land war Hotspot von der Käferentwicklung und die Bergischen Waldbauern können eigentlich von dieser Preissteigerung nur sehr wenig profitieren, weil eben die Fichten schon alle weg sind.

Zur Zeit werden klimabeständige Wirtschaftsbäume nachgepflanzt, das kostet die Waldbesitzer zusätzlich Geld. Und: Bis die neuen Bäume vermarktet werden können, wird es bis zu 60 Jahre dauern. Außerdem ist das Saatgut knapp. Um den wirtschaftlichen Verlust abzufedern, sollen Waldbauern im Oberbergischen eine Ausgleichzahlung bekommen, wenn sie Waldflächen für den Naturschutz zur Verfügung stellen. Allerdings sind die Erlöse aus der Holzwirtschaft für die meisten Waldbauern im Bergischen nur ein Nebeneinkommen.

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