Hühner als Haustiere

Wenn Kinder ein Haustier zum Kuscheln, die Eltern aber etwas eigenständiges und pflegeleichtes haben wollen, lautet die Antwort immer öfter: Huhn. In immer mehr Gärten im Bergischen gackern und flattern die gefiederten Tiere. Wir haben Familie Schopphoff in Wermelskirchen besucht und uns ihre Hühnerschar angesehen.

© Heike Magnitz

Der sechsjährige Theo und seine vier Jahre ältere Schwester Johanna könnten gar nicht glücklicher über die Hühner in ihrem Garten sein. Zehn Stück laufen dort über den Rasen, zwischen den Sträuchern und unter den Bäumen kreuz und quer. Zuerst schauen die Geschwister allerdings in den Hühnerstall. Drinnen ist zwar kein Huhn, aber danach suchen sie auch gar nicht. Vier Eier liegen im Heu.


Die Eier waren auch der Grund für Renate aus Reichshof-Eckenhagen, weshalb sie sich Hühner angeschafft hat. Die gekauften Eier haben ihr einfach zu sehr nach Fischmehl geschmeckt. Damit werden die Hühner in großen Legebatterien gefüttert. Ihren Hühner gibt sie hingegen Körner, alte Brote und Brötchen, Essensreste und viel Grünes zu essen. Jetzt schmecken ihr die Eier - die kommen ja auch von garantiert glücklichen Hühnern.


Zurück bei Theo und Johanna - sie hat Huhn Nanni zu sich auf den Arm genommen.

"Sie ist sehr weich und pickt immer an meinen Anziehsachen. Das ist sehr lustig."

Johanna und Theo helfen, den Stall auszumisten, Eier einzusammeln und die Hühner zu füttern. Die Hühner machen ihr Leben ganz einfach schöner, sagt Johanna: "Wenn einem langweilig ist, wenn man gerade nicht so gute Laune hat oder besonders fröhlich ist, dann kann man sich zu den Hühnern setzen, vielleicht ein Buch lesen und das ist dann immer ein gutes Gefühl."


Regelmäßig zählen sie die Hühner durch. Gerade sind alle da. Ausgebrochen ist aber schon jedes von ihnen einmal. Sie machen das Leben etwas spannender, weil sie jeden Tag neues mit den Hühnern erleben, erzählt Mutter Anke. Einmal sei ein Huhn über Nacht verschwunden. In der Nacht hat sie schlecht geschlafen. Sie hatte Sorge, dass es gefressen worden sein könnte. Entwarnung gab es am nächsten Tag, da saß das Huhn wieder im Gehege, als sei nichts gewesen.

© Radio Berg
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