
Hygieneregeln sorgen auch für einen Rückgang bei den Infektionskrankheiten
Die verstärkten Hygieneregeln schützen die Menschen bei uns im Bergischen aktuell nicht nur vor Corona, sondern auch vor anderen Infektionskrankheiten. Die meldungspflichtigen Infektionskrankheiten, die durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden, sind in den letzten Monaten deutlich weniger geworden, das zeigen Zahlen des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.02.2021 05:10
Ein Beispiel: Von September letzten Jahres bis jetzt hat es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 97% weniger Norovirus-Fälle gegeben, heißt es vom Gesundheitsamt. Auch Grippe-Kranke gibt es deutlich weniger. Durch die Abstands- und Hygieneregeln werden grundsätzlich weniger Infektionskrankheiten übertragen. Das mache sich vor allem im Bereich der Magen-Darm-Erkrankungen, bei Scharlach und auch Windpocken bemerkbar.
Ärzte bei uns im Bergischen sehen noch einen weiteren Grund für den Rückgang: Es kommen deutlich weniger Patienten in die Sprechstunden. Viele Menschen, die sonst in die Akut-Sprechstunden gekommen seien, lassen sich jetzt am Telefon krankschreiben, sagte uns ein Hausarzt aus Bergisch Gladbach. Das Verhalten der Menschen in Bezug auf Arztbesuche habe sich seit Corona deutlich verändert - dadurch würden auch weniger Krankheiten gemeldet.
Ein weiterer Faktor sind die geschlossenen Schulen und Kitas: Die Fälle von Läusen haben sich zum Beispiel in den letzten Wochen halbiert.
Inzidenz sinkt weiter
Die Corona Inzidenz geht im Bergischen unterdessen zwar nur leicht, aber immerhin stetig zurück. Am Mittwochmorgen lag der Wert in Oberberg bei 93 und im Rheinisch Bergischen bei 85,8.