
IG Bau fordert mehr Präsenz auf Baustellen
Auf dem Bau in der Region gehören kriminelle Methoden immer häufiger zum Alltag. Das Hauptzollamt Köln, das auch für die Baustellen im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen zuständig ist, hat im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 251 Ermittlungsverfahren eingeleitet. 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gewerkschafter der IG Bau schlagen Alarm.
Veröffentlicht: Dienstag, 07.02.2023 12:48
In den meisten Fällen ging es um illegale Beschäftigung, Sozialbetrug und Verstöße gegen den Mindestlohn. Die Gewerkschaft befürchtet, dass die hohe Inflation, steigende Bauzinsen und hohe Materialkosten den Druck noch weiter erhöhen werden und unseriöse Chefs versuchen noch mehr rumzutricksen.
Vor diesem Hintergrund fordert die IG Bau deutlich mehr Kontrollen und mehr Zoll-Präsenz auf den Baustellen im Bergischen. Sinnvoll wäre auch ein Sündner-Register für Schwarzarbeit- in der unseriöse Firmen aufgelistet und von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen werden.