
IHK: Verzögerungen bei A1 Brücke fatal
Für die Unternehmen in unserer Region ist die erneute Verzögerung beim Bau der Leverkusener Brücke eine schlechte Nachricht. Das sagt die IHK Köln und betont, dass zahlreiche Industrie-, Handels- und Logistikunternehmen auf funktionierende Infrastruktureinrichtungen angewiesen seien.
Veröffentlicht: Montag, 20.04.2020 14:39
Bei aller Eile müsse natürlich auch die Qualität des Bauwerks stimmen, sagt Hauptgeschäftsführer Reichardt. Daher steht die IHK hinter den Plänen von Verkehrsminister Wüst, neben dem weiterhin bestehenden Termindruck unbedingt auf die Einhaltung der Qualitätsstandards zu achten. Am Wochenende hatte Straßen.NRW bestätigt, dass Mängel an importierten Stahlteilen aus China für erhebliche Verzögerungen beim Brückenneubau führen könnten.
Diese Nachricht stößt auch beim SPD-Politiker Karl Lauterbach auf heftige Kritik. Der Leverkusener Bundestagsabgeordnete äußerte im Interview den Eindruck, dass für Leverkusen immer die billigste und für die Bürger oft auch ungesündeste Lösung gewählt würde. Lauterbach wundert sich, dass man sich bei einem so wichtigen Projekt wie der Leverkusener Brücke auf Stahl aus China verlasse.
Er selbst sei schon früher für eine Tunnellösung gewesen. Jetzt plädiert er dafür, dass zumindest statt der zweiten geplanten Brücke für den Fernverkehr - ein Tunnel gebaut werde. Die Argumente "zu zeitintensiv und zu teuer" gäbe es nun nicht mehr. Auch die Feinstaub- und Lärmbelastung der Leverkusener Bürger wäre mit einem Tunnel deutlich geringer.