Immer mehr Pendler im Bergischen

Die Zahl der Menschen, die aus dem Bergischen zur Arbeit pendeln, hat einen neuen Höchststand erreicht. Das hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt vom Bezirksverband Köln-Bonn mitgeteilt. Das sei ein alarmierender Trend der zudem für immer längere Staus und überfüllte Züge sorge.

© IG Bau

Im Rheinisch Bergischen pendeln zurzeit rund 79.000 Menschen mit dem Auto oder dem Zug zur Arbeit. Das sind 27 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Im Oberbergischen ist die Steigerung sogar noch höher: ein Plus von 29 Prozent. Hier pendeln insgesamt 72.000 Menschen zu ihrer Arbeit außerhalb des Kreises. Laut IG Bau liegt das vor allem an den immer weiter steigenden Mieten und Immobilienpreisen in den Städten, die sich viele Arbeitnehmer nicht mehr leisten können. Aber genau da würden besonders viele Jobs entstehen. Die IG Bau betont, dass hier eine drastische Wende in der Wohnungsbaupolitik notwendig ist, damit es in Ballungsgebieten mehr bezahlbaren Wohnraum gibt. Gleichzeitig müsse auch die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden, um Pendler zu entlasten.

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