
Jahrestag der Flut: Bergischer Hochwasserschutz hat Priorität
Der 14. Juli 2021 hat viele Städte und Gemeinden im Bergischen nachhaltig verändert: Heute jährt sich die Hochwasserkatastrophe zum ersten Mal. Und in den am stärksten betroffenen Kommunen im Bergischen ist der zukünftige Hochwasserschutz immer noch das wichtigste Thema.
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.07.2022 04:23
Auch der Aggerverband arbeitet weiter daran, sein Wasserschutzkonzept im Bergischen für die Gewässer anzupassen - er will dabei verstärkt auf die Zusammenarbeit mit dem Land, der Bezirksregierung und den Kommunen setzen. Unter anderem sollen neue Messsysteme eingesetzt werden. Damit sich aber Gewässer wie die Sülz bei einem erneuten Starkregenereignis nicht wieder in eine reißenden Fluss verwandeln, müssen alle Kommunen entlang des Flusslaufes entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Die Verhandlungen, wie das konkret aussehen kann, laufen bereits. Die Umsetzung wird allerdings noch mehrere Jahre dauern. In Leichlingen wäre man laut Stadt besser aufgestellt, als noch vor einem Jahr, sollte es zu einem weiteren Starkregenereignis kommen. In Rösrath ist man noch nicht soweit und befürchtet ähnliche Schäden wie 2021.
Die Schäden, die das Wasser vor einem Jahr verursacht hat, beschäftigen die bergischen Kommunen immer noch. In Rösrath sind die Schäden, die die Sülz in der Innenstadt und in verschiedenen Wohngebieten vor genau einem Jahr angerichtet hat, zum Großteil behoben. Das Rathaus wird aber immer noch saniert.
Auch in Leichlingen konnten inzwischen die meisten Geschäfte wieder öffnen. Über 160 Betriebe haben in den letzten Monaten Soforthilfe beantragt und haben diese auch bekommen. Dadurch konnten die Firmen und Läden vor allem in der betroffenen Gartenstraße wiederaufgebaut werden. Insgesamt stehen der Stadt aktuell 17,5 Millionen Euro als Wiederaufbauhilfe zur Verfügung.