
Jeder sechste Haushalt von Armut bedroht
Im Bergischen ist jeder sechste Haushalt von Armut bedroht. Das sagt die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten. Besonders betroffen sind laut NGG vor allem Frauen, die halbtags oder nur an einzelnen Tagen in der Woche arbeiten gehen.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.09.2019 11:18
Die Gewerkschaft beruft sich auf die aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes - und nimmt hier auch die Arbeitgeber mit in die Verantwortung. Denn wer sich um Tarifverträge drückt oder auf Teilzeit- statt Vollzeitstellen setzt, sorgt für magere Lohnzettel. Eine Teilzeitkraft, die 25 Stunden in der Woche ohne Tarifvertrag beispielsweise in der Bäckerei arbeitet, bekommt rund 1000 Euro Brutto im Monat. Die Armutsgrenze für eine vierköpfige Familie liegt bei 2174 Euro netto. Auch Doppelverdiener haben laut NGG inzwischen oft Schwierigkeiten, über diese Grenze zu kommen. Die NGG ruft deshalb Betriebe im Bergischen dazu auf, sich zu tariflichen Standards und vollwertigen Arbeitsplätzen zu bekennen.