
Don´t dream it - do it!
Don´t dream it - do it: der Spruch steht in Großbuchstaben an der Wand meines Fitnessstudios in Hückeswagen. Dabei war es eigentlich gar kein Traum, sondern eher eine spontane Nummer, in die mich unsere Radio Berg-Nachrichtenfrau Sabine Kanitz gequatscht hat, wofür ich ihr heute sehr dankbar bin. Sie war es, die mir in unserer Frühschicht von ihren Trainingseinheiten vorgeschwärmt hat. Hach, das wäre alles so toll und du könntest dich bewegen und du könntest auf dem Laufband sogar Netflix gucken. Da wurde ich dann schnell hellhörig. In meinem Job beim Radio sitze ich schon gut 70 Prozent des Tages am Schreibtisch und schneide Töne, texte Moderationen und kümmere mich um Social Media. Der Weg vom Schreibtisch zum Studio wird dann gerne schon mal als Laufstrecke genutzt, vor allem dann, wenn es kurz vor knapp ist und mein Einsatz kurz bevorsteht. „Johannes, du hast noch zwanzig Sekunden“. Dann seht ihr mich aber rennen. Mehr Sport ist im Sender nicht drin. Also hab ich all meinen Mut zusammengenommen und bin zum Probetraining gegangen. Die Fitnesstrainer haben mich auch sehr nett mit einem kräftigen Händedruck begrüßt - ihre Oberarme sind so dick wie die Reifen eines Treckers. Als erstes habe ich eine Studioführung bekommen. Mehrere mit Muskeln gesegnete junge Männer gucken mich an und ich höre sie förmlich denken: was ist denn das für ein Lauch? Der muss hier mal richtig pumpen gehen. Und dann ging es auch schon los. Ab auf´s Laufband, Beintraining, Armtraining. Nach gut einer Stunde habe ich gemerkt, dass Sport machen echt gut tut und ich habe meinen Vertrag zur Anmeldung ausgefüllt.
Ich habe mich danach viel freier und glücklicher gefühlt und habe mir als Belohnung erstmal eine fette Pizza gegönnt. Die kann ich ja jetzt locker wieder abtrainieren…