
Jugendämter: Weniger Kinder in Obhut im Oberbergischen
Die Jugendämter im Oberbergischen haben im vergangenen Jahr weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen als im Vorjahr. Laut Landesamt für Statistik gab es in 131 Fällen entsprechende Schutzmaßnahmen.
Veröffentlicht: Montag, 11.07.2022 11:12
Sie wurden durchgeführt, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz von Minderjährigen in Eil- und Notfällen notwendig ist.
Die Zahl ist auf den niedrigsten Stand seit 2014 gesunken. Meistens wurden die Jugendämter wegen einer drohenden Gefährdung tätig – in 96 Fällen war dies der Grund für ein Einschreiten. 54 Kinder und Jugendliche wurden aus ihren Familien genommen, weil die Eltern überfordert waren. 21 Mal stellten die Jugendämter eine Vernachlässigung fest. Den mit Abstand höchsten Wert der Inobhutnahmen gab es 2016, als sich die Jugendämter durch die Flüchtlingskrise um viele unbegleitete Minderjährige kümmern mussten.
Aus dem Rheinisch-Bergischen liegen dem Landesamt für das vergangene Jahr keine aussagekräftigen Zahlen vor.