
Kampf gegen die Borkenkäferplage
Um den Borkenkäfer zu bekämpfen werden in den nächsten Wochen weiterhin intensiv Bäume gefällt, die schon von Borkenkäfern befallen sind. Die Maßnahme soll verhindern, dass die Käfer ausschwärmen und sich vermehren, sobald es wärmer wird.
Veröffentlicht: Donnerstag, 07.03.2019 05:37
Ab April werden dann Fachleute nach frisch befallenen Bäumen Ausschau halten und diese ebenfalls fällen. Das ist nach Aussage des Regionalforstamtes in Gummersbach zurzeit die einzige Möglichkeit, der Borkenkäferplage etwas entgegen zu setzten.
Die Borkenkäfer haben im vergangenen Sommer so viel Schaden angerichtet wie noch nie zuvor. Alleine in NRW haben sie zwei Millionen Festmeter Holz zerstört. Ob die Schäden in diesem Jahr vergleichbar hoch werden wird, ist vom Wetter abhängig. Im letzten Jahr waren die Fichten durch die langanhaltenden Hitze und Trockenheit extrem geschwächt und deshalb extrem anfällig für den Borkenkäfer.
Heute Vormittag (Donnerstag, 10 Uhr 30) informiert der Landesbetrieb Wald und Holz über weitere Einzelheiten zur Borkenkäferplage.
Landesbetrieb Wald und Holz nennt weitere Einzelheiten zur Borkenkäferplage
Immer noch sitzen 80 Prozent aller Borkenkäfer aus dem letzten Jahr in den Bäumen fest. So das Ergebnis einer Studie, die der Landesbetrieb Wald & Holz im Rahmen einer Bachelor-Arbeit in Auftrag gegeben hat.
Das Ergebnis der Studie ist entscheidend für das weitere Vorgehen gegen die Borkenkäferplage. Da die Käfer weiterhin in den Bäumen sitzen, müssen die Bäume auch weiterhin gefällt und aus den Wäldern entfernt werden, sagt der Landesbetrieb. Die Studie hat außerdem ergeben, dass die Borkenkäferpopulationen in den Bäumen ausgesprochen groß sind.
Die Borkenkäfer können aber nur dann wieder zu einer Plage werden, wenn der Sommer 20119 so heiß und trocken wird, wie der Sommer im letzten Jahr.