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Baum Borkenkäfer
© Sandra Rose (Radio Berg)
Radio Berg
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Katja Effey aus dem Morgenteam fühlt sich vernachlässigt

Wenn ihr draußen jemanden seht, der Bäume umarmt....es könnte unsere Redakteurin Katja Effey sein! Sie fühlt sich nach Wochen ohne Kontakt und Umarmung so langsam wie eine Topfpflanze ohne Wasser.

Veröffentlicht: Dienstag, 21.04.2020 13:18

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So ein paar Menschen sind ja doch noch hier, in der Radio Berg-Redaktion. Und ganz ehrlich: Das ist auch gut so! Denn langsam aber sicher gehen die ganzen Corona-Maßnahmen dann auch mir an die Substanz. Der Kontakt zu anderen Menschen fehlt. Und damit meine ich jetzt nicht das Reden – das klappt über Skype, WhatsApp und Co ganz gut. Nein – ich meine das Anfassen. Das Freunde und Familie in den Arm nehmen. Ich bezeichne diesen Zustand liebevoll als das „Topfpflanzen-Syndrom“. Ich fühle mich wie eine Topfpflanze, deren Besitzer nicht gerade den grünsten Daumen hat. Wo die Blätter erst ganz schlapp runter hängen und dann braun werden, weil sie doch recht lange ohne Wasser auskommen muss. Nur, dass das Wasser in dem Fall eine herzliche Umarmung ist. Gut, ganz so schlimm wie bei der welken Pflanze ist es zwar noch nicht, aber ich bin auf einem guten Weg dahin. Und damit bin ich auch nicht allein, was die ein oder andere Situation auch in der Redaktion hier beweist: Zuletzt mit Kollege Sebastian Poullie. Wir haben uns beide auf unsere gemeinsame Moderationswoche gefreut – sehen uns morgens in der Redaktion, laufen schon aufeinander zu und dann – zack – fällt es uns ein: Umarmen zur Begrüßung ist nicht drin in der nächsten Zeit. Wenn man es wieder mit dem Topfpflanzenbild sagen möchte: Ein bisschen dauert es noch, bis ich wieder Wasser bekomme. Und dann auch nur kleine Schlucke und nicht gleich literweise. Bis es so weit ist, halte ich mich einfach an die Empfehlung der isländischen Regierung: Da sollen die Menschen, um Nähe zu spüren, Bäume umarmen. Und davon haben wir hier im Bergischen schließlich so einige.

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