
Die Sache mit den „Großkampftagen“….
Ich muss sagen: ich liebe es ja, bei einem Radiosender zu arbeiten, der sich gleich um zwei Kreise kümmert. Man hat in den Nachrichten einfach immer was Spannendes zu erzählen. Aber manchmal schiele ich dann doch ein bisschen neidisch rüber zu den Kollegen nach Leverkusen und Köln, die sich „nur“ um eine Stadt kümmern müssen. Und zwar immer dann, wenn wir „Großkampftage“ haben, wie ich sie liebevoll nenne.
Die kommen nicht oft, aber doch immer wieder mal vor. Zuletzt sogar gleich zwei Mal innerhalb einer Woche: Erst der Starkregen, der einige Bergische Flüsse hat überlaufen lassen und dann – eine Woche später – das riesige Schneechaos. An solchen Lagen brennt bei uns in den Nachrichten auf gut Deutsch gesagt der Busch.
Wir telefonieren je nach Lage mit der Polizei, der Feuerwehr, unseren 21 Kommunen, den Busunternehmen, den Wasserverbänden und und und. Und weil wir uns um zwei Kreise kümmern, haben wir dabei in Sachen Polizei und Co eben auch doppelt so viel zu tun. Heißt: die Telefonleitungen glühen, denn wir wollen ja ganz genau und vor allem aktuell wissen, was bei unseren Hörern vor der Tür los ist. Egal ob im oberbergischen Morsbach oder im rheinisch-bergischen Overath.
Und ja: teilweise ist das wirklich viel und stressig. Aber: das Team bei uns in den Nachrichten funktioniert so toll, dass das auch immer Spaß macht. Wir wissen, dass wir uns auf den anderen verlassen können und dass wir mit unseren Schichten wie kleine Zahnrädchen ineinander greifen. Und letztlich ist dieses aktuelle Arbeiten ja auch eins der Dinge, die wir als „Nachrichten-Menschen“ lieben.
Und spätestens, wenn am Tag danach dann noch eine liebe Kollegin mit einem „Danke“ in Form von selbstgemachten gebrannten Mandeln um die Ecke kommt, ist der Stress dann auch wieder vergessen.
An dieser Stelle großen Dank liebe Melanie Schicha: Die Mandeln waren göttlich!