
Dabei ist ADHS die Erkrankung, bei der die Zahl der Verdachtsfälle zuletzt am stärksten gestiegen ist. 7,3 Prozent der Kinder in unserer Region haben eine offizielle Diagnose - im Rheinland-Schnitt sind es mit 6,2 Prozent etwas weniger. Gleichzeitig aber tippen Eltern bei uns seltener auf ADHS, wenn ihr Kind auffällig wird. Im gesamten Rheinland ist die Zahl der ADHS-Verdachtsfälle seit 2024 von sechs auf zehn Prozent gestiegen. Und wer ADHS bei seinem Kind vermutet, informiert sich laut der Studie besonders häufig über Soziale Medien und Gesundheits-Influencer und vertraut diesen auch stärker als andere Eltern.
Auch Allergien und Unverträglichkeiten oft Thema
Doch nicht nur ADHS, auch Allergien und Unverträglichkeiten werden im Bergischen deutlich häufiger diagnostiziert als im Rheinland-Schnitt, zeigt der Atlas. Demnach vermuten viele Eltern solche Erkrankungen bei ihren Kindern, wodurch diese deutlich öfter in Schule oder Kindergarten fehlen.
7,5 Prozent der Kinder in unserer Region haben eine entsprechende Diagnose - im Rheinland-Schnitt sind es nur 4,6 Prozent. Das ist der zweithöchste Wert aller zehn untersuchten Regionen im Rheinland und Hamburg.
Am häufigsten geht es dabei um Laktoseintoleranz. Betroffene Kinder fehlen im Schnitt 15 bis 17 Tage im Jahr in Schule oder Kindergarten, andere Kinder hingegen nur neun Tage.